Archiv der Kategorie: Pressespiegel

Entzauberung der Bio-Tiere

https://www.taz.de/Standpunkt-Bio-Skandale/!150536/

Ausgerechnet die grüne TAZ spricht in diesem Artikel die lange Zeit todgeschwiegenden miserabelen Zustände in der Bio-Nutztierhaltung an. Würde man das dortige Zitat Prof. Sundrums ernst nehmen, daß sich die Tiergesundheit im Ökostall nicht wesentlich von der im konventionellen unterscheiden würde, könnte man denken, daß doch alles im Lot sei (siehe dazu auch:Leiden für den Lifestyle). Für den Autor des Artikels ist es leider immer noch ein unumstößliches Dogma, daß es Tieren in konventioneller Haltung schlecht gehen würde, wobei er selber den Zusammenhang zwischen Tierwohl und wirtschaftlichen Erfolg richtig anführt. Dennoch lässt es hoffen, wenn das blinde Beweihräuchern der Biobranche hier nicht weitergeführt wird!

Siegeszug gegen den Hunger

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sechs-gruende-warum-der-hunger-auf-der-welt-abnimmt-13205739.html

Eine der vielen falschen Legenden, die rund um die moderen Landwirtschaft gesponnen werden, ist der angeblich zunehmende Hunger in der Welt. Ein einfacher Blick in die Zahlen zeigt aber, daß trotz wachsender Weltbevölkerung die Hungernden in der Welt nicht mitgewachsen sind, der Anteil hungernder und unterernährter Menschen folglich immer kleiner wird. Die Frankfurter Allgemeine hat diesen Fakt aufgegriffen und zeigt an Hand von sechs Aspekten, warum wir diesen Fortschritt unserer modernen Landwirtschaft zu verdanken haben. Leider wird bei den Ausführungen manchmal etwas zu sehr um den heißen Brei herumgeredet und vor allem dem Leser ohne landwirtschaftlichen Hintergrund das Verständniss der Zusammenhänge erschwert. Auch schwingt mal wieder, vermutlich unvermeitlich, ein negativer Unterton bei den Themen Pflanzenschutz und Gentechnik mit, gemäß dem Motto daß diese der Preis für die Bekämpfung des Hungers seine. Dabei sind sie vielmehr wichtige Bausteine auf diesem Weg, die uns zudem eine große Hilfe sind ihn so umweltverträglich und ressourcenschonend wie möglich zu begehen.

 

Gespräch in Aussicht gestellt: Die ZEIT reagiert

http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2014-11/antibiotika-bauerverband-protest

In diesem Beitrag der Online-Redaktion der Die ZEIT wird weitestgehend neutral über die Demonstration von Landwirten und Tierärzten vor dem Redaktiongebäude in Hamburg vergangenen Freitrag (Zeit-Hetze nicht hinnehmen, jetzt beschweren!)berichtet und ein Gespräch der zuständigen Reportern und Chefredakteur für diese Woche in Aussicht gestellt. Was bei diesem Gespräch herauskommen mag, bleibt indess noch offen.

Staatliche Viehenteignungen?

http://rtlnord.de/nachrichten/zweifelhaftes-prozedere.html

Dieser Bericht von RTLNord hat mir soeben ein wenig die Sprache verschlagen. Sofern das, was dort berichtet wird auf Tatsachen beruht, werden dort eine Menge Fragen aufgeworfen. Das es in Einzelfällen immer wieder zu Tierbeschlagnahmungen kommt, ist nichts neues und würde es sich hier um einen Einzelfall handeln, wäre es wohl kaum eine Zeile wert darüber zu berichten. In Anbetracht des Feldzuges, den die grünen Antilandwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegen die Landwirtschaft und insbesonder die Tierhalter führen und daß es sich hierbei wohl offenbar um ein systematisches Vorgehen handelt, lässt aufhorchen! Sicherlich kann man auf solche Weise nicht die gesamte Tierhaltung eines Bundeslandes auflösen, aber um Angst und Schrecken unter den Bauern zu verbreiten reicht es allemal. Welchen Preis die Tiere dabei zahlen müssen bleibt bisher auch ungewiss. Wer zu diesen Vorkommnissen nähere Informationen hat, dem wäre ich über Kommentare oder persönliche Nachrichten sehr dankbar!

Zeit der Blamage

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&dig=2014%2F11%2F25%2Fa0104

Mit viel Getöse und reisserischen Titel ist die Zeit letzte Woche in eine, nach eigenen Angaben aufwändigst recherchierte Serie zu antibiotikaresisten Keimen gestartet. mehr als zwanzig Journalisten hätten unmengen an Daten ausgewertet, so wie es noch nie jemand zuvor getan hätte. Vermutlich musste man derart breitspurig auffahren, um das schmalspurige und vor allem hetzerische Ergebniss in irgendeiner Weise rechtfertigen zu können. Von der unbeschreiblichen Propaganda gegen Landwirte und Tierärzte mal abgesehen, die dort schon sehr direkt quasi als Mörder und Ebola-Züchter difamiert werden, mit denen man schon aus eigenem Gesundheitsinteresse jeden Kontakt tunlichst meiden sollte, stellt Jost Maurin von der TAZ nun seine hamburger Kollegen endgültig bloß: Die ach so intensiv recherchierten Zahlen sind wohl nicht nur rein spekulativ, sondern wohl soagr rein erfunden. Stolz werden Studien zitiert, in denen von dem was man hier den Lesern zu verkaufen versucht nichteinmal annähernd was zu lesen ist. Es scheint als würde die Zeit schon langsam für die Presse-GEZ üben, die vor allem aus dem linken Spektrum schoneinmal als Ausweg aus der Zeitungskrise vorgeschlagen wurde, denn Dank unserer Rundfunkgebühren wurden dort ja auch schon die haarsträubensten gescripteten Dokumentationen ausgestrahlt (Posse des Jahre)! Wer Zeit und Lust hat kann sich also zukünftig getrost Vormittags die Bild und nachmittags das Unterschichtenprogramm gönnen. Das ist bei gleichem Inhalt zum einem günstiger und zum anderen unterhaltsamer als die “Qualitätsmedien”!

Wetten, dass…?

https://www.facebook.com/groups/392418324246869/permalink/392663980888970/

Die Zeitungen unseres Landes sind wohl vor allem deshalb in der Krise, weil sie das schreiben was sie für richtig halten anstatt das, was objektiv der Wahrheit und auch der Lebenswahrheit der Menschen am nächsten kommt. Ein Beispiel hierfür ist das aktuelle Titelthema der Zeit mit der plakativen Aufreißer : “Die Rache aus dem Stall” . Da ich die letzten Tage unterwegs war, habe ich hierzu nur schlecht etwas schreiben können und auf Grund der zahlreichen Reaktionen vieler Bloggerkollegen, werde ich dies auch nicht mehr:
http://www.stallbesuch.de/offener-brief-giovanni-di-lorenzo-chefredakteur-der-wochenzeitung-die-zeit/

http://agrarmanager.agrarheute.com/zeichen-der-zeit-ein-kommentar

http://www.massentierhaltung-aufgedeckt.de/index.php/aktuelles/39-stellungnahme-zum-artikel-die-rache-aus-dem-stall-die-zeit-nr-48-2013#.VG34bk48-uc.facebook

Dafür möchte ich hier auf eine Reaktion eingehen, die ich besonders gelungen und auch ganz nach meinem eigenen Geschmack finde: “Wetten, dass…?” von dem Tierarzt Dr. Rolf Nathaus. Seine Idee: Landwirte und Tierärzte spenden auf ein eigens eingerichtetes Konto genau einen Euro. Sollten es am Ende wider seinem Erwarten mehr als 33.000 werden entspricht die gesammelte Summe nämlich genau dem Anzeigenpreis für eine ganze Seite in der Zeit. Eine Seite, die man nutzen möchte diese Zeitung mit unserer Ablehnung solcher Art von gescripteter Skandalpresse zu konfrontieren. Ich selber werde gleich meinen Euro abschicken und möchte gleichzeitig an alle hier appellieren es ebenso zu tun!

Wer über keinen Facebookzugang verfügt, dem habe ich hier nocheinmal den Aufruf hereinkopiert:

Guten Abend!

Aus Anlass der heute begonnenen Serie in der Wochenzeitung “DIE ZEIT” (Titel des ersten Teils : Die Rache aus dem Stall!”) wette ich, dass es dieser Gruppe nicht gelingt, rund 33.000 Landwirte und Tierärzte zu mobilisieren, die jeweils einen Euro spenden, um in besagter Wochenzeitung auf einer ganzseitigen Anzeigen ihren Protest gegen diese Form des Journalismus zum Ausdruck zu bringen…

Ich bin gespannt, Dr. Rolf Nathaus, VetTeam Reken

Hallo Zusammen:

Das Konto ist soeben mit einem Kapital von 100,- Euro an den Start gegangen. Für den Fall, dass diese Aktion scheitert, soll die tatsächliche Spendensumme an die Kindernothilfe gehen, da eingehende Beträge natürlich nicht erstattet werden können. Die Belege werden dann hier vorgelegt. Am schönsten wäre es natürlich unter entsprechendem Trommeln bei 1,- Euro pro Nase zu bleiben…

SPADAKA Reken
BIC GENODEM 1RKN
IBAN DE 73428612391037988601

 

 

Einmal öko und zurück

http://www.brandeins.de/archiv/2013/zeitgeist/einmal-oeko-und-zurueck/

Es ist nicht der erste Beitrag, der einen Strich durch die biobäuerliche Idylle zieht, indem er die Rückumstellung vieler, vor allem “kleinerer” Betriebe, zum konventionellen Anbau thematisiert. Dennoch ist dieser Beitrag  des Wirtschaftsmagazin Brandeins aus dem vergangenen Dezember ein besonders anschaulicher, der besonders auf Grund seines Sprachstils ein nachvollziehbares Verständnis für die Zusammenhänge und Gründe schafft, obwohl der überzeugte Grundton des Autors, Bio wäre für die Umwelt und dem Menschen dennoch besser, kaum zu überlesen ist.
Interessant ist hierbei auch zu sehen, wie sich langjähriger Bioanbau auf die Ertragsfähigkeit ausgewirkt. Während der statistische Durchschnitt der Biolandwirtschaft 50 % geringere Erträge attestiert, konnten hier in  der ersten Ernte nach Umstellung dreineinhalb!!! mal mehr eingefahren werden! Dies passt zu Untersuchungen, die dieser Wirtschaftsform einen schleichenden Raubbau an den Nährstoffvorräten des Bodens attestieren. Nur weil unseren Böden in den vergangenen rund einhundert Jahren weitestgehend auf ein gesundes Niveau aufgedüngt wurden, ist Biolandwirtschaft überhaupt für ein paar Jahre möglich! Ebenso nüchtern wird auch gezeigt, daß es sich bei der Mehrzahl der Biobetriebe nicht um Überzeugungstäter handelt, sondern daß, angelockt von den hohen Fördersummen, rein ökonomische Überlegungen zu der Entscheidung führten.

Kleinbauernwohlstand durch Gentechnik

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gentechnik-eine-ueberraschende-auswertung-von-147-studien-13250070.html

Alle Art der grünen Gentechnik gilt in Deutschland per se als schlecht und böse. Sie würde vor allem Kleinbauern in Entwicklungsländern in Abhängigkeiten und Armut stürzen. Den Beweis blieben diejenigen, die solches gern behaupteten stets schuldig, denn war schon länger unter Agrarökonomen bekannt, daß sich beispielsweise die Einkommen indischer Kleinstbauern durch B.t.-Baumwolle verdoppelt hat. Nun hat sich die FAZ einer der umfassendsten Studiend er Georg-August-Universität Göttingen angenommen, in der die durchweg postiven monetäre, mit Randvermerk auf die ökologischen, Auswirken von GVO-Kulturen weltweit und davon insbesondere in den Entwicklungsländern herausstellt.  Der Artikel der FAZ glänzt zwar nicht gerade durch fachliche Korrektheit, da wird dem B.t. (Bacillus thuringhenis)-Mais einfach eine Herbizidresistenz unterstellt, durch die mehr Glyphosat eingesetzt würde (B.t. ist eine Insektenresistenz und hat mit Glyphosat rein gar nichts zu tun), dennoch ist es erstaunlich und begrüßenswert, daß eine Versachlichung der Diskussion um GVO hier versucht wird.

Tote Hühner für mehr Tierwohl

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Versuch-abgebrochen-Enorme-Verluste-bei-Hennen-mit-spitzem-Schnabel-1514050.html

Heute wird hier einmal ein sehr aufschlussreicher Artikel aus der landwirtschaftlichen Fachpresse, nämlich der Top Agrar vorgestellt. Das Kürzen der Schnäbel bei Legehennen ist eines der Themen, an denen sich angebliche Tierexperten zur Zeit gerne abarbeiten. Ihre Position lautet, der Schnabel gehört zum Tierwohl unabdingbar dazu. Nun bemühen sich einige Landwirte in dieser Debatte voranzugehen und Eier von Hühnern mit ganzen Schnäbeln zu erzeugen. Welch fatale Folgen das haben kann wird in dem obigen Artikel geschildert.

Besagte Experten haben eine Reihe von einfachen Rezepten, um das Hacken und Picken von Hühnern einfach abzustellen, wie einen Lichtschalter. Geht es nach ihnen, ist die Hackerei unter Hühnern das simple Problem von konventionellen Massentierhaltern ohne Sinn und Verstand gegenüber den Tieren. Doch all diese angeblichen Patentrezepte, ebenso wenn es um Schwanz- und Ohrenbeisserei in der Schweinehaltung geht, haben halt etwas all zu alchemistisches an sich: mal funktionieren sie, mal nicht und keiner weiß wirklich warum. Verkannt wird dabei, daß Schweine aber auch das so friedlich scharrende Huhn Allesfresser und durchaus auch Raubtiere sind. Fleischverzehr, Gewalt untereinander und das Töten von anderen Tieren und Artgenossen gehört zu ihren natürlichen Verhaltensweisen, die je nach Situation mal stärker mal schwächer zum Vorschein treten.  Wer Schnäbel kürzt und Ringelschwänze kupiert macht dies weder aus reiner Routine oder Profitgier, sondern um die Tiere effektiv vor sich selber, vor der unkalkulierbaren Gefahr von Verletzungen zu schützen. Im Gegensatz zu den Vorhaben mancher pazifistisch denkender Tierromantiker ist solche Vorbeugung echter praktizierter Tierschutz!

Der 20. Juli, die Bundesrepublik feiert den Sieg über alle Widersacher

http://www.hvl-ev.de/der-20-juli-die-bundesrepublik-feiert-den-sieg-ueber-alle-widersacher/

Ab und an schreibe ich ja auch auf und für andere Seiten, wie beispielsweise dem Heimatverdrängten Landvolk. Der 20. Juli gab mir schon länger Anlass etwas zu dem Thema zu verfassen, denn immerhin hat er auch einen elementaren Bezug zur deutschen Landwirtschaft und auch meinem eigenen Familienschicksal.