Archiv der Kategorie: Pressespiegel

Hauptsache kampagnefähig

http://ludgerwess.com/nicht-kampagnenfaehig/

Das ist das Kriterium wie Politik, Medien und NGOs ihre Themen und die passenden Argumente auswählen. Egal ob es um Gentechnik, Glyphosat oder co geht. Nach nackten Brüsten stehe gleich die Angst vor Krankheit und Verseuchung, beim Pushen der Auflage, so der Molekularbiologe und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß in seinem gleichnahmigen Blog.

Versiffte Brunnen und geschönte Statistiken

http://www.deutschlandradiokultur.de/trinkwasserbrunnen-zu-99-9-prozent-unterhalb-der-grenzwerte.993.de.html?dram%3Aarticle_id=280778

99,9 % unserer Brunnen in Deutschland liegen unter dem Grenzwert für Nitrat, womit Deutschland eines der saubersten Trinwasser weltweit hat. Manch einen mag das überraschen, wird doch dauernd von unserem gewaltigen Nitratproblem schwadroniert. Udo Pollmer vom Deutschlandfunk erklärt hier leicht verständlich wie man mit ein paar einfachen statistischen Tricks aus sauberen dreckiges Wasser machen kann. Es bleibt jedoch die Frage wer in den zuständigen Behörden für die Auswahl und Weitergabe der Messstellen zuständig ist und welches politische Interesse er mit dieser Manipulation verfolg!

Die Marktmacht

http://www.stern.de/wirtschaft/news/unilever-draengt-auf-ende-des-preiskampfs-im-deutschen-einzelhandel-6352582.html

Monsanto gilt in grünen Weltverschwörerkreisen als die imperialistische Großmacht, die weltweit die Landwirts knebelt. Wo es wirklich erschreckende Marktkonzentrationen gibt, die der Landwirtschaft gefährlich sind, wird dabei gar nicht beachtet. In Deutschland ist das die ungeheure Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels unter der inzwischen selbst Riesen wie Unilever stöhnen, wie hier der Stern berichtet.
Ein bloßer Blick in die Zahlen macht die Abstrusität des Monsantomythos deutlich. Mit rund 12 Mrd. Euro und 25.000 Mitarbeitern ist das Agrarchemie- und Pflanzenzuchtunternehmen nur ein Bruchteil so groß wie der Discounter Aldi mit 62 Mrd. Euro Umsatz und 250.000 Beschäftigten. Doch Zahlen und Fakten interessieren in solchen Debatte bekanntlich nicht.

Frankreichs Pragmatismus

http://www.vwl-ost.ch/aktuell/

Was in Deutschland bisher noch völlig undenkbar erscheint und dessen bloße Erwähnung einem Strafanzeigen beschert (PETAs Anzeigenabteilung) wird jetzt in Frankreich Realität: der Abschuß von Wölfen.

Hier zeigen sich mal wieder die Wirkung von typisch französischen, revolutionsartigen Protesten. Landwirte, die in den letzten 12 Monaten über 8000 Tiere an Wölfe verloren hatten, blockierten mit ihren Schafherden gezielt Tour-de-France-Etappen. Und die Antwort aus Paris kam tatsächlich: Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal gab jetzt den Abschuss weiterer Wölfe frei. Dieser Schritt war dabei mit der Abstufung des Wolfes vom Status “streng geschützt” zu “geschützt”, wodurch mit Sicheheit auch weitere Handlungsmöglichkeiten geschaffen wurden.

Aud der Seite des schweizerischen Vereins zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichen Raums finden sich viele weitere Berichte welche Probleme dort nicht nur der Wolf bereitet und wie in diesen Ländern damit umgegangen wird.

Die Grünen und das Geld

http://www.jaegermagazin.de/jagd-in-den-medien/remmel-verschwendet-steuermillionen/

So sieht es aus, wenn sich Grüne für ihren Umweltschutz engagieren: Es wird, wie Der Jäger berichtet, für 1,5 Mio eine Umfrage gestartet die niemand interessiert. Damit man wenigstens die rund 400 Antworten dann aber möglichst schnell ausgewertet bekommt, nimmt man nochmal eine Million in die Hand. Das heißt, daß allein die Auszählung fast 2500 € je Stimme gekostet hat. Für das Geld hätte ich mich auch ohne weiteres mal einen Nachmittag an den Schreibtisch gesetzt, aber dieses Privileg wird vermutlich eher einem Freund der Grünen vergönnt gewesen sein…

Zum Vergleich: Die 2,5 Mio € entspricht der landwirtschaftlichen Direktzahlung von rund 8500 ha, der Fläche von zehn Dörfern oder fast 140 durchschnittlichen nordrheinwestfälischen Landwirtschaftsbetrieben. Das sollten sich die Grünen auch einmal vor Augen führen, wenn sie gegen diese wettern!

PETAS Anzeigenabteilung

http://m.taz.de/Tierrechtler-zeigen-Bauern-an/!5214917;m/

Die Tierrechtsorganisation PETA scheint eine eigene Anzeigenabteilung zu unterhalten. Nein, dabei geht es nicht um den Werbetat dieser radikalen Vereinigung sondern um die planmäßige Difamierung aller die es wagen ihnen zu widersprechen.
Nach unzähligen unbegründeten Anzeigen gegen Bauern denen ihre Ställe abgebrannt waren, steht nun der brandenburgische Bauernbund Vorsitzende Reinhard Jung in ihrem Visier, weil er in einem Interviewmit der taz einen schärferen Umgang mit Wölfen forderte. Der Abschuß von Wölfen dürfe kein Tabu sein, wenn man auch zukünftig Tiere auf der Weide halten wolle. Für PETA ein eklatenter Tabubruch gegen ihr gewünschtes Denkverbot. Die Forderung etwas zu legalisieren was jetzt noch verboten ist, ist für sie bereits der Aufruf zu einer Straftat. Morddrohungen aus ihrem Sympatisanten- und Dunstkreis bewerten sie hingegen, oh wunder, als völlig irrelevant.

Wir kochen uns ein Skandalsüppchen

http://agrarblogger.de/2015/07/23/landwirtschaft-in-den-medien-oder-was-es-braucht-um-einen-tv-beitrag-ueber-landwirtschaft-zu-senden/

Dr. Frank Volz von Agrarblogger beschreibt in diesem Beitrag ein Kochrezept für ein Skandalsüppchen à la Öff-rech kocht. Dieses Süppchen gibt es wahlweise mit Hühner, Schwein oder jetzt ganz neu mit Rindfleischeinlage. Das Grundrezept für einen Skandal ist aber stets das gleiche und sorgt fast immer für Magenverstimmungen.

Staatsanwältin auf der Anklagebank

http://m.bild.de/regional/hamburg/bundesamt-justiz/justiz-ermittelt-gegen-staatsanwaeltin-41883772.bildMobile.html

Rund ein Jahr ist es her, daß eine Reihe ominöser Tierbeschlagnahmungen und Notveräußerungen in Schleswig-Holstein bekannt wurde. Diese hatten ein derartiges Ausmaß, daß offensichtlich Systen dahinter steckte, welches nicht nur durch die Behörden geduldet sondern auch getragen wurde (Staatliche Viehenteignungen?, Tierbeschlagnahmungen: Ermittlungen gegen Staatsanwältin). Nun steht eine Staatsanwältin, auf
die sich schon damals der Verdacht konzentrierte wegen Rechtsbeugung vor Gericht.

Schade ist, daß die Bild in diesem Artikel ganz offensichtlich eine grundsätzliche Sympathie für dieses verbrecherische Handeln mitschwingen lässt.

Reste der Urlandwirte

http://m.kurier.at/lebensart/leben/menschen-versuchten-sich-schon-vor-23-000-jahren-im-ackerbau/142.890.510

Haben Forscher laut dem österreichischen Kurier in Israel gefunden. Über 23.000 Jahre sind diese alt und zählen damit fast doppelt soviele Jahre wie es bisher Belege für planmäßige Landwirtschaft gibt. Solche Funde sollten jedem zu Bewusstsein führen, daß die Geschichte der Menschheit untrennbar mit der der Landwirtschaft verbunden ist, ein Fakt, den man sich insbesondere in Anbetracht des Umgangs mit uns Bauern derzeit in den Medien einmal vor Augen führen sollte!

Das Ende der Aufklärung

http://www.laborjournal.de/essays2015/e15_01.lasso

Zur Grünen Gentechnik man stehen wie möchte, wer aber ehrlich ist, muss zugeben, daß das Bild was wir ihr heute gegenüber pflegen das Ergebnis einzigartigen Schmähkampagne ist. Die Debatte ist ein Abbild einer tiefen Fortschrittsfeindlichkeit, die sich vor Genen, Atomen und Pflanzenschutzrückstände im billionstel Nachkommastellenbereich fürchtet und sich lieber wieder ins Mittelalter mit Seuchen, Hungersnöten und giftigem Essen wünscht.

Prof. Ralf Bock Direktor des Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie sieht folglich in diesem Artikel des Laborjournal das Zeitalter der Aufklärung für beendet. Allein seine Fürsprache der Gentechnik gegenüber muss er schon damit verteidigen, daß er im letzten Satz ausdrücklich darauf hinweist in keiner politisch oder wirtschaftlichen Abhängigkeit zu stehen. Manche Landwirte die in den letzten Wochen für den Erhalt des Glyphosats diskutiert haben, mag das bekannt vorkommen, wurde ihnen dabei ständig unterstellt von Monsanto bezahlt zu werden, obwohl die Realität genau das Gegenteil ist!