PETAS Anzeigenabteilung

http://m.taz.de/Tierrechtler-zeigen-Bauern-an/!5214917;m/

Die Tierrechtsorganisation PETA scheint eine eigene Anzeigenabteilung zu unterhalten. Nein, dabei geht es nicht um den Werbetat dieser radikalen Vereinigung sondern um die planmäßige Difamierung aller die es wagen ihnen zu widersprechen.
Nach unzähligen unbegründeten Anzeigen gegen Bauern denen ihre Ställe abgebrannt waren, steht nun der brandenburgische Bauernbund Vorsitzende Reinhard Jung in ihrem Visier, weil er in einem Interviewmit der taz einen schärferen Umgang mit Wölfen forderte. Der Abschuß von Wölfen dürfe kein Tabu sein, wenn man auch zukünftig Tiere auf der Weide halten wolle. Für PETA ein eklatenter Tabubruch gegen ihr gewünschtes Denkverbot. Die Forderung etwas zu legalisieren was jetzt noch verboten ist, ist für sie bereits der Aufruf zu einer Straftat. Morddrohungen aus ihrem Sympatisanten- und Dunstkreis bewerten sie hingegen, oh wunder, als völlig irrelevant.

2 Gedanken zu „PETAS Anzeigenabteilung“

  1. Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass der kultivierte Mensch seine Existenz und die ihm anvertrauten Tiere vor Bedrohungen beschützt und sich der Bedrohung auch entgegen stellt. Der Bäcker schützt sich vor Silberfischchen, Mäusen und Ratten. Der Geflügelhalter schützt seine Hühner und Gänse vor dem Besuch des Fuchses. Gärten und Felder müssen vor dem Gestaltungswillen der Wildschweine verteidigt werden. Der Waldbauer will keine geschälten Bäume und reduzierten Verbiss und jeder Hausbesitzer, dem sein Haus lieb ist, wird alles rufen, außer vielleicht „Herzlich Willkommen Waschbär!“.

    Und nun darf ein großes Raubtier sich unter Vollschutz und ohne Rücksicht auf Wild- oder Nutztier, Verkehrssicherung, Eigentumsrechte, Landschaftspflege, Freizeitnutzung, Arten- und Tier-und Muttertierschutz in der Kulturlandschaft ausbreiten und bisweilen auch austoben.

    Klar ist, dass der Wolf die gut ausbalancierten Interessen in der Gesellschaft ins Wanken bringt. Klar ist, dass jeder, der sich auf dem Rücken dieses Groß-Prädators profilieren kann, seine Chance nutzen wird. Klar ist aber auch, dass sich jetzt ein zaghafter Diskurs entwickelt, der vor der Wiedereinbürgerung des Wolfes eigentlich längst hätte abgeschlossen sein müssen.

    Wenn die darunter leiden, die die Bevölkerung ernähren, wird letztlich wohl auch die Bevölkerung leiden.

    1. Dankefür diesen sehr ausführlichen Kommentar Herr Schumacher! Selbst vertrete ich bezüglich des Wolfes eine sehr pragmatische Meinung. Wenn er hier einwandert muss man sich mit ihm arrangieren, da selbst wenn es opportun wäre eine dauerhafte Zurückdrängung kaum möglich wäre. Zu diesem Arrangement muss aber auf alle Fälle ein durchdachtes Wolfsmanagement zählen, das ganz klar sagt wie viele Wölfe können und sollen wo leben und wie regulieren wir das. In anderen Ländern die mit dem Wolf leben ist das selbstverständlich, hier ist es offensichtlich immer noch ein absolutes Tabu.

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