Im Westen nichts Erfreuliches

http://scienceblogs.de/genau/2015/07/26/sei-negativ-oder-sei-still-gentechnik-in-den-medien-5/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sei-negativ-oder-sei-still-gentechnik-in-den-medien-5

Es ist ja nicht so, als würden unsere Medien keine Expertenstimmen zu den Themen hören wollen, über die sie berichten. Vielmehr kommt es darauf an was diese sagen. Unser Rundfunk und unsere Zeitungen haben ein klares Bild der Welt: im Westen gibt es nichts Erfreuliches mehr. Unser Essen ist vergiftet, die Umwelt zerstört, Tiere werden gequält und die Gentechnik wird uns alle vernichten. Bei solch vorgefassten Meinungen kann man keine neutralen oder gar positive Stimmen in der eigenen Berichterstattung gebrauchen. Landwirte zu Agrarthemen, Wissenschaftler zu Technik und Fortschritt zu interviewen würde schließlich die eigene Angstpropaganda untergraben und die bringt bekanntlich nach nackten Brüsten die beste Quote (Hauptsache kampagnefähig). Eine persönliche Erfahrung zu dieser Gegebenheit schildert hier Martin Moder auf dem Scienceblog.

Stattdessen bedient man sich lieber sogenannter “Fachreferenten” der verschiedensten NGOs, ist die Zusammenarbeit mit ihnen doch umso befruchtender. Nur wenn es ein Weltuntergangsszenario nach dem anderen möglichst breit in die Medien schafft, klingeln bei den selbsternannten Weltrettern auch die Kassen, dafür liefern sie gerne Themen und und für Ihre Zwecke dienliche Argumente!

Hauptsache kampagnefähig

http://ludgerwess.com/nicht-kampagnenfaehig/

Das ist das Kriterium wie Politik, Medien und NGOs ihre Themen und die passenden Argumente auswählen. Egal ob es um Gentechnik, Glyphosat oder co geht. Nach nackten Brüsten stehe gleich die Angst vor Krankheit und Verseuchung, beim Pushen der Auflage, so der Molekularbiologe und Wissenschaftsjournalist Ludger Weß in seinem gleichnahmigen Blog.

Versiffte Brunnen und geschönte Statistiken

http://www.deutschlandradiokultur.de/trinkwasserbrunnen-zu-99-9-prozent-unterhalb-der-grenzwerte.993.de.html?dram%3Aarticle_id=280778

99,9 % unserer Brunnen in Deutschland liegen unter dem Grenzwert für Nitrat, womit Deutschland eines der saubersten Trinwasser weltweit hat. Manch einen mag das überraschen, wird doch dauernd von unserem gewaltigen Nitratproblem schwadroniert. Udo Pollmer vom Deutschlandfunk erklärt hier leicht verständlich wie man mit ein paar einfachen statistischen Tricks aus sauberen dreckiges Wasser machen kann. Es bleibt jedoch die Frage wer in den zuständigen Behörden für die Auswahl und Weitergabe der Messstellen zuständig ist und welches politische Interesse er mit dieser Manipulation verfolg!

Die Marktmacht

http://www.stern.de/wirtschaft/news/unilever-draengt-auf-ende-des-preiskampfs-im-deutschen-einzelhandel-6352582.html

Monsanto gilt in grünen Weltverschwörerkreisen als die imperialistische Großmacht, die weltweit die Landwirts knebelt. Wo es wirklich erschreckende Marktkonzentrationen gibt, die der Landwirtschaft gefährlich sind, wird dabei gar nicht beachtet. In Deutschland ist das die ungeheure Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels unter der inzwischen selbst Riesen wie Unilever stöhnen, wie hier der Stern berichtet.
Ein bloßer Blick in die Zahlen macht die Abstrusität des Monsantomythos deutlich. Mit rund 12 Mrd. Euro und 25.000 Mitarbeitern ist das Agrarchemie- und Pflanzenzuchtunternehmen nur ein Bruchteil so groß wie der Discounter Aldi mit 62 Mrd. Euro Umsatz und 250.000 Beschäftigten. Doch Zahlen und Fakten interessieren in solchen Debatte bekanntlich nicht.

Frankreichs Pragmatismus

http://www.vwl-ost.ch/aktuell/

Was in Deutschland bisher noch völlig undenkbar erscheint und dessen bloße Erwähnung einem Strafanzeigen beschert (PETAs Anzeigenabteilung) wird jetzt in Frankreich Realität: der Abschuß von Wölfen.

Hier zeigen sich mal wieder die Wirkung von typisch französischen, revolutionsartigen Protesten. Landwirte, die in den letzten 12 Monaten über 8000 Tiere an Wölfe verloren hatten, blockierten mit ihren Schafherden gezielt Tour-de-France-Etappen. Und die Antwort aus Paris kam tatsächlich: Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal gab jetzt den Abschuss weiterer Wölfe frei. Dieser Schritt war dabei mit der Abstufung des Wolfes vom Status “streng geschützt” zu “geschützt”, wodurch mit Sicheheit auch weitere Handlungsmöglichkeiten geschaffen wurden.

Aud der Seite des schweizerischen Vereins zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichen Raums finden sich viele weitere Berichte welche Probleme dort nicht nur der Wolf bereitet und wie in diesen Ländern damit umgegangen wird.

Die Grünen und das Geld

http://www.jaegermagazin.de/jagd-in-den-medien/remmel-verschwendet-steuermillionen/

So sieht es aus, wenn sich Grüne für ihren Umweltschutz engagieren: Es wird, wie Der Jäger berichtet, für 1,5 Mio eine Umfrage gestartet die niemand interessiert. Damit man wenigstens die rund 400 Antworten dann aber möglichst schnell ausgewertet bekommt, nimmt man nochmal eine Million in die Hand. Das heißt, daß allein die Auszählung fast 2500 € je Stimme gekostet hat. Für das Geld hätte ich mich auch ohne weiteres mal einen Nachmittag an den Schreibtisch gesetzt, aber dieses Privileg wird vermutlich eher einem Freund der Grünen vergönnt gewesen sein…

Zum Vergleich: Die 2,5 Mio € entspricht der landwirtschaftlichen Direktzahlung von rund 8500 ha, der Fläche von zehn Dörfern oder fast 140 durchschnittlichen nordrheinwestfälischen Landwirtschaftsbetrieben. Das sollten sich die Grünen auch einmal vor Augen führen, wenn sie gegen diese wettern!

PETAS Anzeigenabteilung

http://m.taz.de/Tierrechtler-zeigen-Bauern-an/!5214917;m/

Die Tierrechtsorganisation PETA scheint eine eigene Anzeigenabteilung zu unterhalten. Nein, dabei geht es nicht um den Werbetat dieser radikalen Vereinigung sondern um die planmäßige Difamierung aller die es wagen ihnen zu widersprechen.
Nach unzähligen unbegründeten Anzeigen gegen Bauern denen ihre Ställe abgebrannt waren, steht nun der brandenburgische Bauernbund Vorsitzende Reinhard Jung in ihrem Visier, weil er in einem Interviewmit der taz einen schärferen Umgang mit Wölfen forderte. Der Abschuß von Wölfen dürfe kein Tabu sein, wenn man auch zukünftig Tiere auf der Weide halten wolle. Für PETA ein eklatenter Tabubruch gegen ihr gewünschtes Denkverbot. Die Forderung etwas zu legalisieren was jetzt noch verboten ist, ist für sie bereits der Aufruf zu einer Straftat. Morddrohungen aus ihrem Sympatisanten- und Dunstkreis bewerten sie hingegen, oh wunder, als völlig irrelevant.

Wir kochen uns ein Skandalsüppchen

http://agrarblogger.de/2015/07/23/landwirtschaft-in-den-medien-oder-was-es-braucht-um-einen-tv-beitrag-ueber-landwirtschaft-zu-senden/

Dr. Frank Volz von Agrarblogger beschreibt in diesem Beitrag ein Kochrezept für ein Skandalsüppchen à la Öff-rech kocht. Dieses Süppchen gibt es wahlweise mit Hühner, Schwein oder jetzt ganz neu mit Rindfleischeinlage. Das Grundrezept für einen Skandal ist aber stets das gleiche und sorgt fast immer für Magenverstimmungen.

Staatsanwältin auf der Anklagebank

http://m.bild.de/regional/hamburg/bundesamt-justiz/justiz-ermittelt-gegen-staatsanwaeltin-41883772.bildMobile.html

Rund ein Jahr ist es her, daß eine Reihe ominöser Tierbeschlagnahmungen und Notveräußerungen in Schleswig-Holstein bekannt wurde. Diese hatten ein derartiges Ausmaß, daß offensichtlich Systen dahinter steckte, welches nicht nur durch die Behörden geduldet sondern auch getragen wurde (Staatliche Viehenteignungen?, Tierbeschlagnahmungen: Ermittlungen gegen Staatsanwältin). Nun steht eine Staatsanwältin, auf
die sich schon damals der Verdacht konzentrierte wegen Rechtsbeugung vor Gericht.

Schade ist, daß die Bild in diesem Artikel ganz offensichtlich eine grundsätzliche Sympathie für dieses verbrecherische Handeln mitschwingen lässt.

Reste der Urlandwirte

http://m.kurier.at/lebensart/leben/menschen-versuchten-sich-schon-vor-23-000-jahren-im-ackerbau/142.890.510

Haben Forscher laut dem österreichischen Kurier in Israel gefunden. Über 23.000 Jahre sind diese alt und zählen damit fast doppelt soviele Jahre wie es bisher Belege für planmäßige Landwirtschaft gibt. Solche Funde sollten jedem zu Bewusstsein führen, daß die Geschichte der Menschheit untrennbar mit der der Landwirtschaft verbunden ist, ein Fakt, den man sich insbesondere in Anbetracht des Umgangs mit uns Bauern derzeit in den Medien einmal vor Augen führen sollte!