Die Westfälischen Nachrichten berichten hier über eine Diskussionsrunde zur Nitratproblematik im Grundwasser. Zwar kamen die Vertreter der Landwirtschaft, Wasserwerken, Politik und Umweltverbänden hierbei nicht wirklich auf einen Nenner, aber es zeigt, daß sich solche Themen auch sachlich mit allen Beteiligten diskutieren lassen, statt dauern einseitig auf die Landwirtschaft einzuprügeln, wie es von einigen Vertretern, nicht nur in der Nitratdebatte, gern gemacht wird.
Kurze Sendepause
Lieber Leser,
der eine oder andere von Ihnen, hat wohl in den letzten zwei Wochen vergeblich hier nach neuen Beiträgen im Blog oder dem Pressespiegel gesucht. Leider habe ich es in den vergangenen beiden Wochen nicht geschafft mich um diese Seite zu kümmern. Wie bereits erwähnt bin ich ja in erster Linie ersteinmal Bauer und hatte entsprechend der diesjährigen Witterung in den letzten Tagen allerhand draußen zu tun. Die Rüben sind nun in der Erde und Anfang der kommenden Woche werden auch alle Kartoffeln ausgepflanzt sein. Danach wird es hoffentlich wieder etwas ruhiger werden und es hier wieder regelmäßig Neues zu lesen geben! Bei allen, die die Seite in der letzten Zeit vergeblich besucht haben, möchte ich mich hiermit nocheinmal entschuldigen und hoffe, daß Sie sie in Zukunft auch weiterhin regelmäßig besuchen werden!
Ihr Landblogger Olaf Henke
Agrarromantik fehl am Platz
http://www.agrarheute.com/konferenz-grain-club-welternaehrung#.Uy3QGOE14yo.facebook
Das stellte Prof. Dr. Qaim vom Lehrstuhl für Welternährung und ländliche Entwicklung der Georg-August-Universität Göttingen fest, wenn es darum geht zukünftig mehr als neun Milliarden Menschen ernähren zu müssen. Die am Wochenende in Berlin abgehaltene Welternährungskonferenz brachte es klar und nüchtern auf dem Punkt: Weltweit muss die landwirtschaftliche Erzeugung dringend gesteigert werden. Auch unser neuer Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt plädierte angesichts dieser einfacher Tatsache vor dem Publikum für eine moderne und leistungsstarke Landwirtschaft. Gegenüber seinen zahlreichen Kollegen auf Länderebene lässt das doch aufhorchen!
Ökorevolution in “Die Welt”
Es gab Zeiten, da schimpfte sich “Die Welt” das konservative Flagschiff der deutschen Presselandschaft. Liest man diesen Artikel, dann erhält man jedoch mehr den Eindruck ganz offener Sympathie für die beiden grünen Landwirtschaftsminister in Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit ihrem Konfrontationskurs gegen die Landwirtschaft.
Land(plan)wirtschaft als Idealbild
Die Landwirtschaft in ihrer heutigen, modernen Form steht zunehmend in der Kritik der Öffentlichkeit. Sei es die Tierhaltung, Biogas, Pflanzenschutzmittel oder die Verwendung von Kunst- und Wirtschaftsdünger, so ziemlich alles wird hinterfragt. Die Argumente die dagegen ins Feld geführt werden sind in der Regel dürftig. Alternativvorschläge, wie man es nach Ansicht der Kritiker besser machen könnte sind oftmals bar jeder Vernunft oder nicht selten vollkommen abstrus. Nichtsdestotrotz ist die Bauernschelte in Mode gekommen. Politische Akteure, Journalisten und Organisationen verschiedenster Art haben darin ihr neues Betätigungsfeld gefunden und erhalten mehr und mehr gesellschaftliche Rückendeckung für ihre Thesen. Alljährlich stattfindende Demonstrationen unter dem Motto „Wir haben es satt“ mit 20-30.000 Teilnehmern (Quelle) und die obligatorischen Bürgerinitiativen bei fast jedem Stallneubau in Deutschland belegen dies allzu gut. Daß hier nicht nur geredet und gemeckert wird, sollte jedem klar sein der die agrarpolitischen Weichenstellungen der Europäischen Union in den letzten Monaten verfolgt hat. Ein weiterer Vertreter, der eine „Agrarwende“ nicht nur fordert, sondern in Ihrem Sinne auch handelt, ist seit rund einem Jahr der grüne niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Was er genau unter dieser Agrarwende versteht, hat auch er bis heute nicht wirklich anschaulich definiert. Mit dem steigenden Einfluss den diese Gruppen gewinnen, ist es umso nötiger sich damit auseinander zusetzen, welches Idealbild Sie von der Landwirtschaft haben.
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Milchpreis erreicht Rekordniveau
So titelt Spiegel Online. Mit 37,69 Cent je Kilogramm, lag der Preis 2013 knapp 18 % über dem Vorjahresniveau. Als Hauptgrund wird das knappe Angebot genannt. Das hierbei aber auch der zunehmende Export deutscher Milchprodukte eine elementar wichtige Rolle spielt wird leider nicht erwähnt. Für die breite Öffentlichkeit wäre aber genau das eine interessante Information, um erkennen zu können, daß auch für die Landwirtschaft, genauso wie in der übrigen deutschen Wirtschaft auch, der Export einer der Garanten für unseren Wohlstand ist.
Behörden sollen Tierzahl vorschreiben dürfen
So titelt die Top Agrar in ihrem Onlineangebot heute morgen. Dahinter steckt, daß niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer ein neues bürokratisches Monster schaffen will, bei dem bestimmte Tierdaten von den Schlachthöfen an die zuständigen Behörden gesandt werden sollen, welche daraufhin Verpflichtungen zur Reduzierung des Bestandes aussprechen dürfen. Besonders klare Worte findet dazu, wie gewohnt, Landvolkpräsident Werner Hilse.
Der Feind meines Feindes
http://agrarmanager.agrarheute.com/aufs-korn-feindbild
Hundertprozentig unterschreiben würde ich diesen Artikel aus dem Agrarmanager-Magazin nicht wollen. Dennoch spricht etwas an, das vielen sicherlich schon durch den Kopf gegangen ist: Welche Rolle spielt eigentlich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, kurz AbL? Nach eigenem Selbstverständnis tritt sie für eine bäuerliche Landwirtschaft ein. Jedoch heißt bäuerlich für mich persönlich auch wirtschaftliche Freiheit und Selbstbestimmung. Viele Positionen die de AbL bringen aber genau das Gegenteil zum Ausdruck. Wer sich zudem noch mit anderen Organisationen, zu welchem Zweck auch immer, verbrüdert, welche ganz offen für eine Art ökologisch-staatliche Planlandwirtschaft kämpfen, macht sich endgültig unglaubwürdig, daß er für das einsteht Wasser im Namen trägt!
Debatte über den Gigantismus
Ein interessanter Artikel fand sich gestern in der Schweriner Volkszeitung. Mecklenburgs Bauernpräsident Rainer Tietböhl möchte auf dem anstehenden Landesbauerntag den Gigantismus in der Landwirtschaft zum Thema machen. Eine Debatte, die sich auch für die anderen der neuen Bundesländer anbieten würde, in denen tatsächlich industrielle Landwirtschaft auf den Nachfolgebetrieben der sozialistischen LPGen vorherrscht. Interessant ist, daß diese Debatte nun ausgerechnet aus den Reihen des Bauerverbandes kommt, der in der Vergangenheit diese Betriebe gegenüber bäuerlichen Landwirtschaften in Mittel- und Ostdeutschland eher hofiert als kritisiert hat. Es bleibt spannend, wohin die Diskussion am kommenden Donnerstag (20.03.2014) wohl führen wird.
Selbstbewusster auftreten
Der Kreisbauernverband Mayen-Koblenz hatte zu ihrer Generalversammlung Bauernpräsident Joachim Rukwied zu Gast. Dieser äußerte seine Bedenken, daß die Diskussionen um die Landwirtschaft sich in Zukunft noch verstärken werden. Dabei ist der Landwirt einer der bestangesehensten Berufe in Deutschland. Das Problem liege in der Diskrepanz zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Landwirte müssten dabei selber in den neuen Medien aktiv werden, um dem entgegenzuwirken. Den Bürgern müsse nahegebracht werden, daß jede neue Auflage, welche aus der Politk kommt den Strukturwandel beschleunige und die kleineren Betriebe so zur Aufgabe zwinge.