http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/es-geht-um-die-wurst-minderwertig-und-voller-antibiotika-darum-braucht-kein-mensch-schweinefleisch_id_5326388.html
Einst galt er als das liberale Flagschiff der Deutschen Medienlandschaft: der Focus. Das war zu Zeiten als Helmut Marqworts markante Stimme den potentiellen Leser aus den Fernsehern heraus “Fakten, Fakten, Fakten” versprach. Seitdem sind rund zwei Jahrzehnte vergangen und auch der journalistische Anspruch des Focus scheint aich seitdem gewandelt zu haben. Dieser Artikel von Sybille Möckl liest sich wie eine einzige Hasstirade auf Schweifleisch. Irgendwelche Belege zu ihren als “Fakten” deklariertwn Behauptungen sucht man dort vergeblich, dafür spart Möckl aber nicht an emotional aufgeladenen, populistischen Begriffen und Sprachbildern, von denen “Massentierhaltung” noch der harmloseste zu seien scheint. Schweinefleisch sei “vollgepumpt mit Antibiotika” und hätte einen Geschmack der an “verwesendes Aas” erinnern würde.
Es gab Zeiten, da wurden persönliche Meinungsäußerungen eines Autors als “Kommentar” gekennzeichnet um diesen deutlichen von den stichhaltig recherchierten und in journalistischer Neutralität abgefassten Inhalt zu trennen. Diesen Vermerk sucht man hier vergebens, wobei auch den Fall es gäbe ihn hier man sich fragen müsste warum der Focus solch unterirdisches Pamphlet überhaupt publiziert. In dem sie dick und breit “Fakten” über ihre kruden Behauptungen schreibt, versucht Frau Möckl aus diesen Zeilen einen ernsthaften Artikel zu machen. Abgesehen von dem unbelegten Unfug der dort niedergeschrieben steht, zeigt sich hier auf welchea Niveau unsere “Qualitätsmedien” inzwischen gesunken sind. Bleibt nur zu hoffen, daß es sich hierbei um einen Fall tragisch misslungener Satire und nicht um Qualitätsjournalismus handelt.
Die Brandstifter
https://schillipaeppa.net/2016/03/01/es-brennt/
Egal um welches Thema es unserer Tage geht, sachliche Diskussionen sind Mangelware geworden. Wer Macht und Einfluss erreichen will, muss mit Emotionen arbeiten. Emotionen sind für eine zielorientierte Problemlösung nicht nur nachteilig, nein sie sind auch gefährlich, gefährlich wenn man jeden der nicht die eigene Meinung teilt als Bedrohung der eigenen Existens und moralisch minderweriges Individuum darstellt. Meine Bloggerkollegin Susanne Günther fasst dieses Phänomen in ihrem Beitrag “Es brennt!” auf ihrem Blog schillipaeppa.net treffend am Beispiel Glyphosat zusammen. Wie bereits erwähnt, das genannte Schema lässt sich derzeit auf fast alle öffentlichen Themen ausweiten und gibt zu denken, wohin eine derart emotional aufgeladene Gesellschaft steuert.
Wertvolles Futter statt Müll
Das sind nämlich die männlichen Eintagsküken, welche in den Brütereien bei der Zucht von Legehennen anfallen. Sebastian Stricker geht genau diesem Fakt in seinem Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung nach. Seit Monaten schwadroniert die Zahl von rund 50 Mio männlicher Eintagsküken durch die Medien, welche direkt nach ihrem Schlupf einfach vergast und weggeschmissen würden, weil sie für die Mast nicht brauchbar sind. Genau dies ist aber keineswegs der Fall, denn sie landen als Futter in Zoos und bei den unzähligen Haltern exotischer Haustiere. Würde man, wie es links-grüne Interessensgruppen ständig fordern, diese gänge Praxis verbieten, dann würden stattdessen vermutlich extra Küken erbrütet oder Mäuse gezüchtet um sie als Ersatz für die Eintagsküken einzusetzen. Was wäre dabei gewonnen? Und ja, so gigantisch hoch die Zahl von 50 Mio klingen mag, es sind lediglich rund 6 Küken je Katze die in Deutschland lebt (Quelle). Wie lange eine Katze von 6 Küken satt wird, mag sich jeder selber ausrechnen….
Nichts mehr zu retten
gibt es anscheinend für das Umweltbundesamt (UBA), wie Christoph Eichler auf Novo Argumente feststellt. Deutschlands Flüssen -und anders als Herr Eichler attestiert auch dem Grundwasser- geht es besser als in der ganzen jüngsten Vergangenheit. Schlecht ist das aber für hochbezahlte Weltretter in Behörden und Lobbyverbänden, denn so könnte ihre Aufgabe zukünftig wohlmöglich obsolent erscheinen. Doch wo ein Posten, verzeihung Wille, ist, ist auch ein Weg. So wurden vom UBA die Nitratklassen für die Einstufung einfach kurzerhand nach unten korrigiert. Nach knapp 40 Jahren harter Arbeit, um unsere umgekippten Flüsse und Ströme wieder herzustellen, erscheinen sie dank des Taschenspielertricks schmutziger denn je. Und noch was hat der neue Grenzwert: er ist nachhaltig! Nachhaltigkeit liegt dem UBA bekanntlich am Herzen und mit 11,1 mg Nitrat / l Wasser (einem Wert unterhalb der meisten naturbelassenen Gewässer!!) gibt es auch zukünftig und bis in alle Ewigkeit was zum Retten!
Schön wenn man beides kann
Wer auf Facebook unterwegs ist, wird sie evtl kennen, die Seite von Fräulein Deere, einer Agrarstudentin, dieauf ihrer Seite regelmäßig über ihr Leben in und mit der Landwirtschaft berichtet. Für alle die weder auf Facebook unterwegs sind, noch das Fräulein Deere kennen, möchte ich dieses Bildchen nicht vorenthalten. Leider ist der Urheber des Zitates unbekannt.

Ausstieg aus der Menschheit
Die Katze ist aus dem Sack. Den Grünen und den mit ihnen verbandelten Organisationen ging es bei der Glyphosat-Skandalisierung nur um ein Ziel: den modernen Pflanzenschutz an sich zum Abschuss freizugeben!
Es war ein Testballon, inwiefern man die Feststellung ein Wirkstoff sei so gefährlich wie Mate-Tee und Sonnenschein zu einem Skandal aufblasen kann. Inwiefern man daraus eine Kampagne basteln kann, die mächtig genug ist die etablieren Regeln, Gesetze und Kontrollen für die eigene Sache auszuhebeln. Nach dem Glyphosatsturm des Sommers kommt nun tatsächlich die -im schlechtesten Sinne des Wortes- revolutionäre Forderung nach einem Pflanzenschutzausstieg. Nun da man den Atomausstieg geschafft und den Kohleausstieg angeschoben hat, will man tabula rasa machen. Beim Pflanzenschutz geht es nicht mehr nur um Energie, als Grundlage der modernen Gesellschaft, es geht beim Pflanzenschutz direkt um unsere Lebensmittel als Grundlage der Menschheit! Das wir heute fast 8 Milliarden Menschen ernähren können, haben wir zu vorderst dem modernen Pflanzenschutz zu verdanken. Bedenkt man, daß in grünen Dunstkreisen der Mensch oftmals als größtes Problem und Fremdkörper der Erde angesehen wird, ist die Forderung nach dem Pflanzenschutzausstieg nur konsequent. Man lässt die verhasste Menschheit ganz einfach aushungern. In ein paar Jahren wird dann ganz ungeniert auch die offizielle Forderung nach einem Ausstieg aus der Menschheit stellen können.
Am Tag nach dieser Schreckensforderung der Grünen gabJan Grossathselbst kurzen, aber prägnanten Kommentar ( http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gruene-fordern-jetzt-den-pestizidausstieg-der-deutschen-landwirtschaft-13946829.html) zu seinem FAZ-Artikel. Die Grünen würden Zusammenhänge radikal vereinfachen um somit Hysterien zu schüren. Je komplexer die wissenschaftlichen Zusammenhänge seien, desto einfacher fielen die Antworten der Grünen darauf aus. Bei anderen Parteien und Organisatoren würde man das normalerweise als gefährlichen Populismus bezeichnen….
Selbstgemachte Probleme
Ein paar Wochen herrschte gefühlt Ruhe, doch jetzt wird wieder zum Halali auf die Nitrat-Sau geblasen um sie so durch jedes Dorf zu treiben. Die EU-Kommission ermahnt die Bundesregierung etwas gegen die angeblich zu hohen Nitratwerte im Grundwasser zu unternehmen. Diese ziert sich aber, vermelden doch die Wasserwerke das sauberste Grundwasser seit Jahren (Versiffte Brunnen und geschönte Statistiken). Statt dessen macht sich die Meute der meist grünen Landesumwelt- und einiger Anti-Landwirtschaftsminister auf um nachzusetzen und ihr Lieblingsfeindbild, die konventionelle, industriebäuerliche oder bäuerlich-industrielle Landwirtschaft endlich zur Strecke zu bringen, in der sie nicht nur den Hauptverursacher des angeblichen Nitratproblems sondern auch gleich noch einen Schuldigen für alle anderen Sorgen der Welt, angefangen von Hunger, über Klimaerwärmung, Krieg, Flucht, Urwaldrodung usw. sieht.
Natürlich wehrt sich unsereins indem er ruhig und sachlich auf die bereits erwähnten Wasserwerke verweist. Doch was interessieren einem die Wasserwerke und unser Versorgungsnetzt? Wir sind ja nicht der Rest Europas! Schuldergeben wie wir Deutschen sind, melden wir nicht irgendwelche Brunnen nach Brüssel. Für Europa nur das Beste, also halt auch nur unsere besten Siff-Brunnen mit den astronomischsten Nitratwerten. Das passt manchen Grünen dann zwar auch nicht, weil es dann ja so aussehe als hätte man ein so dünnes Messnetz wie nichteinmal in Zentralsibieren, aber egal der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, so kann das Land mit einem der saubersten Grundwässer Europas wenigstens stolz von sich behaupten Nitratweltmeister zu sein.

Quelle: http://www.hlug.de/fileadmin/dokumente/wasser/hydrogeologie/Fortbildungs-_und_Vortragsveranstaltungen/Grundwassertag2014/Messnetz_Nitratrichtlinie_Neumann.pdf
In der Präsentation (Quelle), der das Bild entstammt, finden sich dazu weitere Informationen, bzw es wird noch näher auf das geschilderte Problem eingegangen, als ich das hier an dieser Stelle tun möchte.
Leider gibt es für den Titel des Nitratweltmeisters weder frenetische Autokorsos noch einen Preis zu gewinnen. Es gibt leider nur einen Preis zu zahlen, was sicher wiedereinmal wir Bauern übernehmen dürfen: Dankeschön!
Schluss mit der Rumtrampelei
http://volksfreund.de/nachrichten/region/wittlich/aktuell/Heute-in-der-Wittlicher-Zeitung-Ich-bin-es-satt-dass-man-auf-uns-rumtrampelt;art8137,4380291
Christoph Strouvelle berichtet in diesem Artikel des Volksfreund von der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes Bernkastel-Wittlich. Vom Grundprinzip eine regionale Kleinigkeit, wären da nicht die deutlichen Worte die der Vorsitzende zur Eröffnung fand und die der Autor direkt zu Anfang seines Artikel wirken lässt. Es seien nicht nur die verfallenden Preise die der Landwirtschaft zu schaffen machen, er habe es satt, daß ständig von allen Seiten auf einem herumgetrampelt wird. Schade das die Verbreitung dieser Regionalmeldung vermutlich weitestgehend regional bleiben wird, schildert er doch klar in welcher Lage und Gemütszustand sich die deutsche Landwirtschaft derzeit befindet.
Beenden wir die Grabenkämpfe
Das ist der Appell von Liam Condon, dem Chef von Bayer Cropscience. In diesem kurzgehaltenen Gastbeitrag für die Rheinische Post schildert eher sehr ausgewogen und sachlich was es bedarf um zukünftig rund 10 Milliarden Menschen ernähren zu können: undogmatische Aufgeschlossenheit. Genau das was uns gerade in der deutschen Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft und Ernährung am meisten fehlt.
Bio und gut?
Die Stiftung Warentest hat bio und konventionelle Lebensmittel gegeneinander getestet und mal wieder, wie schon dutzende Untersuchungen zuvor ergaben, nichts gefunden was den Kauf der grün angemalten Lifestyleprodukte rechtfertigen würde.
Zwar seien in Biolebensmitteln weniger Pflanzenschutzmittelrückstände gefunden worden, jedoch ist anzunehmen, das diese in den konventionellen Produkten allesamt weit unter den Grenzwerten lagen, ansonsten hätte man das im Bericht lang und breit thematisiert. Das in den Bionudeln dafür der Grenzwert für Mykotoxine deutlich überschritten wurde, ist hingegen nur einen beiläufigen Satz wert, dabei sind diese Substanzen fast durchweg um ein Vielfältiges bedenklicher als unsere zugelassenen Pflanzenschutzmittel. Aber im Auge des Verfassers scheinen es ja nur ganz natürliche Pilzgifte zu sein, die ja nicht so böse sein können. Fazit: auch wenn man keine Vorteile der Bioprodukte belegen kann, die ihren Kauf rechtfertigen könnten, hütet man sich doch sehr davor ihre Nachteile zu benennen!