Archiv der Kategorie: Pressespiegel

Glyphosatdurstige Säuglinge gesucht!

http://www.theeuropean.de/thilo-spahl/10324-die-gruenen-und-die-anti-glyphosat-kampagne

Der aktuelle Medienhype um angebliche Glyphosatfunde in der Muttermilch US-amerikanischer Mütter zeigt ein weiteres Mal, wie leicht man sich einen Skandal zusammenkonstruieren kann und wie leichtgläubig und unkritisch unsere Medien deartige Themen wie ein Schwamm aufsaugen. Thilo Spahl vom The European hat sich in diesem Artikel genau mit dieser Thematik beschäftigt und legt eindrucksvoll offen, wie man aus unspektakulären Analysen einen spektakulären Skandal baut, in dem man mit Einheiten, Grenzwerten, eingeschränkten Stichprobeumfängen usw. hantiert. Quintessenz des amerikanischen Glyphosatfundes: bei sehr durstigen Säuglingen, die etwa 1,6 Mio l (1.600.000 l) Muttermilch am Tag trinken, ist unter Umständen, eventuell, vielleicht ein gesundheitliches Risiko zu erwarten.

Zu solchen Ergebnissen kann man schnell mit Hilfe des guten alten Dreisatzes kommen, den man in der Regel spätestens in der vierten Klasse gelernt hat. Die Journalisten unserer “Qualitätsmedien” hingegen scheinen ganz offensichtlich dazu nicht befähigt!

Um den Ruf der Bauern bemüht?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article142986938/Diese-Irrtuemer-versauen-den-Ruf-der-deutschen-Bauern.html

Kurz nachdem die Neue Zürcher Zeitung in einem ihrer Onlineartikel für mehr Verständnis den Bauern gegenüber warb (Wie man mit Landwirten umgeht), versucht sich nun auch Die Welt an diesem brasndaktuellen Thema. Ähnlich dem Artikel der NZZ fast auch dieser etwas kurz, nur stellt sich beim genauen Lesen auch eine andere Frage: Geht es der Welt wirklich darum den Ruf der deutschen Bauern zu wahren? Auf dem ersten Blick vielleicht, möchte man doch angeblich an Hand einiger Beispiele die zunehmenden Kampagnen gegen uns Bauern den Wind aus den Segeln nehmen. Doch statt die Argumente dieser Beispiele konkret zu widerlegen werden sie teilweise eins zu eins wiedergegeben, wenn beispielsweise die fragwürdige Behauptung unkommentiert dahingestellt wird, daß die deutsche Landwirtschaft eine doppelt so hohe Umweltbelastung wie der Starßenverkehr hätte, ja sogar für die Hälfte aller Belastungen überhaupt verantwortlich sei.

Grundsätzlich ist jeder Artikel der die massive Rufschädigung der deutschen Bauern thematisiert zu begrüßen, trotzdem stellt sich die Frage, welche Intuition hinter diesem stand. Ist der Artikel einfach nur schlecht gelungen, vielleicht auch weil er intern als Pflicht angesehen wurde das ehemals ausgeprägte konservative Profil des Blattes in dieser Thematik nicht gänzlich zu verlieren, insbesondere nachdem gerade die NZZ diese aufgegegriffen hatte? Es lohnt sich auch zu schauen, wer diesen Artikel verfasst hat. Claudia Ehrenstein, hatte sich Anfang April bereits in einem anderen Artikel der Welt mit eben dieser Umweltbelastung befasst, von daher ist es kaum verwunderlich, daß sie diese jetzt so stehen lässt (http://www.welt.de/politik/deutschland/article139249559/Studie-legt-Oeko-Suenden-der-Massentierhalter-offen.html). Auch weitere Artikel ihrer Historie beid er Welt zeigen, daß sie sich bisher nicht damit hervorgehoben hat oft angeführte Mythen und Irrtümer über die Landwirtschaft zu hinterfragen. Hoffen wir, daß sich das durch ihren eigen Artikel zukünftig ein wenig bessert!

Wie man mit Landwirten umgeht

http://www.nzz.ch/meinung/kolumnen/im-umgang-mit-landwirten-ld.647

Die Neue Züricher Zeitung geht in diesem Online-Artikel auf das Bild ein, das die meisten Menschen heutzutage von Landwirten und wie sich dieses oftmals von der Realität unterscheidet. Zudem schildern sie, wie man im Angesicht der damit häufig verbundenen Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit richtig und konfliktfrei mit uns Landwirten umgeht.

Leider fasst der Artikel das Thema relativ kurz an, dennoch ist es Balsam auf die Seele, wenn hier Verständnis für uns und unsere Arbeit gezeigt und vermittelt wird, wobei hierbei zu bedenken ist, daß es sich bei der NZZ um eine schweizerische Zeitung handelt, einem Land das sowieso einen ganz anderen Umgang mit seinen Bauern pflegt, als wir Deutschen. Als deutschsprachiger Artikel für die die breite Mehrheit der unvorbelasteten hierzulande dürfte er aber dennoch hervorragend verwendbar sein.

Hoffen auf Regen

http://www.wetteronline.de/wetterticker?postId=post_7856944

In dem Video zu diesem Bericht von Wetteronline wird sehr gut geschildert, was momentan das größte Problem für viele Bauern in Deutschland ist: die anhaltende Dürre. Während viele sich über die sonnigen Tage des diesjährigen Frühsommers freuen, schaut unsereins inzwischen mit großen Bauchschmerzen auf die Felder, auf denen besonders das Getreide gerade verdorrt. Ein Problem, das vielen Menschen ohne landwirtschaftlichen Hintergrund in Zeiten voller Supermarktregale oftmals nicht bewusst ist.

Meine Heimat, Nordost-Niedersachsen trifft es mit seinen sehr sandigen Böden, die nur einen geringen Wasservorrat speichern können dabei besonders hart. Während die Wintergerste, welche jetzt in die Reife übergeht vielleicht noch mit zwei blauen Augen davon kommen mag, sind beim Roggen, welcher bevorzugt auf den sandigsten und damit auch trockensten Böden angebaut wird massivste Ernteausfälle, stellenweise sicherlich bis zum Totalausfall zu erwarten. Der Weizen steht auf manchen Standorten noch recht kräftig da. Bei ihm würden jetzt eigentlich die Körner wachsen, woran ihn das mangelnde Wasser hindert. Welche Ernte vom Weizen zu erwarten ist, ist dabei noch unklar, auf alle Fälle wird auch sie alles andere als begeisternd sein.

Wer wie ich keine Möglichkeiten hat seine Äcker zu beregnen, dem bleibt im Moment nur noch hoffen und Beten. Die Hoffnung liegt in meinem eigenen Betrieb dabei voll auf den Hackfrüchten, also Kartoffeln und Rüben, wobei letzteren durch die Trockenheit auch schon stark zugesetzt wurde, die aber, sofern jetzt endlich Regen kommen sollte, zumindest einen Teil wieder gutmachen können.  Auch wenn die Prognose für die kommenden Tage noch immer keine Erlösung von der Dürre verspricht hoffen wir weiter, daß das kühle Nass baldmöglichst wieder vom Himmel fallen mag!

Bauern sind keine Risikopatienten!

http://www.noz.de/lokales/werlte/artikel/584386/wette-im-emsland-landwirte-nicht-haufiger-keimbelastet#gallery&0&0&584386

Zu diesem Ergebnis kommt ein Test unter rund 350 Landwirten im Osnabrücker-Land auf Grund einer Wette. Wer sich noch an den unsäglichen Artikel der ZEIT Ende November vergangenen Jahres erinnert, dem mag vielleicht noch der Satz im Gedächnis geblieben sein, daß Landwirte per se Risikopatienten seien, wegen ihrer hohen BElastung an MRSA-Keimen und daher bei jedem Krankenhausbesuch obligatorisch in die Isolierstation eingeliefert werden müssten. Wie wenig das mit der Realität zu tun hat und welche dumpfe Hetze hinter solchen Sätzen stand und steht, dürfte indes dieser freiwillige Test bewiesen haben.

Erschreckender Wandel

http://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/wenn-der-bauer-zum-boesewicht-wird_a_27,0,1601485391.html
In diesem Artikel der NWZonlinewird zum ersten Mal offen in den Medien das Thema “Bauerbashing” angegangen. Medien, Schulen und einige gesellschaftliche Akteuere haben es durch Lügen- und Hetzkampgnen inzwischen dazu gebracht, daß Bauern offen angefeindet, als Gefahr für Mensch und Umwelt gesehen werden. Besonders fatal ist diese Entwicklung unter den Bauernkindern, die in ihren Schulklassen und Altersgenosse immer stärker als Randgruppe behandelt werden. Die Betroffenen selbst sind dabei idR. offen und diskussionsbereit, wollen selber daran arbeiten die vielem falschen Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Solch ernstgemeinte Angebote stoßen jedoch immer häufiger auf taube Ohren, wenn nicht sogar noch heftigeres Mobbing. Ein Opfer das sich wehrt ist wohl anscheinend ein besonders schlimmes Opfer und letztlich lässt es sich doch viel besser über als mit jemanden reden…

Wenn einer sein eigenes Süppchen kocht

http://m.welt.de/politik/deutschland/article138883802/Wie-Bruessel-die-Landwirte-zu-Oeko-Suenden-zwingt.html

Das ein Grundbuch und ein Flächenkataster, wie wir es in Deutschland kennen nicht überall Standard ist, sollte uns seit der amerikanischen Immobilienblase und dem Beginn der Griechenlandkriese bewusst sein. Für die EU-Agrarpolitik heißt das, daß man eigene Luftbilder und Datenbanken der landwirtschaftlichen Flächen angelegt hat und eigene Definitionen über die Nutzungsarten geschaffen wurden, obwohl alles bereits lückenlos und deutlich ausführlicher bei den entsprechenden Behörden hier zu finden ist.

Nun treibt dieser unsinnige Aufwand neue fragwürdige Blüten, wie Die Welt berichtet. Als effektiver Trinkwasserschutz entstanden in vielen Wassereinzugsgebieten große langjährige Ackergrasflächen, die jetzt nach dem Willen der EU zu Dauergrünland werden sollen. Solch eine Umwidmung ist aber mit zahlreichen, einschneidenden.Folgen für Bewirtschafter und Eigentümer verbunden. Die Folge ist, daß in diesem Jahr ettliche dieser Fläche umgebrochen werden um sie zumindestens für ein Jahr wieder in Ackernutzung zu nehmen, mit der Folge des Verlustes großer Humusmengen und der erhöhten Auswaschung von Nitrat. Beinahe könnte man glauben, der EU sei unsere ausgezeichnete Grundwasserqualität geradezu ein Dorn im Auge…

Widersprüche in sich selber und ohne Ende…

http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/gruene-ruehren-gutes-essen-in-mv-an-2213799103.html

Am Wochenende fand in Parchim der Landesparteitag der Grünen Mecklenburg-Vorpommern statt. Wie der Nordkurier berichtet, war auch hier Landwirtschaft und Ernährung das Topthema. Liest man sich den Bericht mit den Positionen und Äußerungen des Wochenendes durch, so wird das Bild der Grünen Agrarwende immer abstruser. Ergebniss der Agrarwende soll eine umweltverträgliche, artgerechte und nachhaltige Landwirtschaft sein, die natürlich nur auf ökologischer Basis funktionieren könne. Sie sei, laut der Grünen, die einzige Quelle für „gutes Essen“, was immer das auch heißen soll. Quasi um ein Beispiel zu liefern, posiert Landesvorsitzende Claudia Müller für die Presse mit einem hochglanzpolierten Apfel, der sofern er denn tatsächlich ökologisch angebaut wurde, nur mithilfe giftiger Kupferpräparate so schön strahlen kann. Authentischer wäre es gewesen, würde sie  in einen unförmigen und  Schorf überzogenen Apfel beissen. Nur wie ließe sich dann “gutes Essen” erklären?

Eines der Probleme der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns sahen die Grünen in der ihrer Meinung nach zu geringen Wertschöpfung des Bundeslandes und führten dabei Niedersachsen als Gegenbeispiel an. In ihrer Welt ist die geringe Obst- und Gemüseanbaufläche die Ursache dafür. Dass diese in den nächsten Jahren spürbar zurückgehen wird, nicht zuletzt des Mindestlohns wegen, den vor allem auch die Grünen immer gefordert und propagiert haben, wird dabei natürlich verschwiegen. Die unterschiedliche Wertschöpfung der beiden Bundesländer, ließe sich vielleicht auch anhand des Veredelungssektors erklären, nur da dieser zu dem Feindbild Nummer eins der Grünen gehört, wurde dieser Aspekt komplett ausgeblendet.

Jedem sollte nach diesem Parteitag klar werden, daß die grüne Agrarwende weder einen Plan noch ein Ziel hat. Es ist ein pseudoelitäres Selbstverwirklichungsspektakel einer Partei der die Themen ausgegangen sind und die in dem immer uniformer werdenden Parteienspektrum der Bundesrepublik mittelfristig um ihre Existenz bangen muss. Über andere Parteien sagen die Grünen gerne, dass sie populistisch sein und mit der Angst der Menschen spielen würden. Würden dazu auch noch Minderheiten diskriminiert, so würde man dem Boden unserer demokratischen Grundordnung verlassen. Hierbei könnte sich Bündnis 90 die Grünen getrost an die eigene Nase fassen, denn die Schlagworte industrielle Massentierhaltung, Nitratsbelastungen, Überdüngung, Antibiotika Resistenzen usw. sind Angst Begriffe, die sich in den seltensten Fällen mit irgendwelchen Fakten belegen lassen. Stattdessen müssen wir uns als Landwirte, wenn wir versuchen diese Gespenster in einer sachlichen Diskussion zu entzaubern ständig als profitgierige Tierquäler und Brunnenvergifteter stigmatisieren lassen!

Ein Katastrophenjahr wohl nicht nur für die Biene

http://www.abendblatt.de/incoming/article205211945/Experte-spricht-von-Katastrophenjahr-fuer-Bienen.html

Werner von der Ohe, Leiter des Instituts für Bienenkunde in Celle, beschwört in diesem Artikel des Hamburger Abendblatts ein Katastrophenjahr für unsere Bienenvölker und das obwohl seit der letzten Aussaat die Anwendung von neonicotinoiden Beizen verboten ist. Der Grund für dieses Massensterben der Bienen ist die Varoa-Milbe, welche sich durch den milden Winter sehr gut habe entwickeln können. Anmerkungen von Agrar-Experten, daß diese aggressive Milbe auch schon für das Bienensterben der vergangenen Jahre Hauptverantwortlicher gewesen sein könnte, wurden von Imkern bisher immer energisch zurückgewiesen und insektizide Beizen als alleinige Ursache hierfür benannt. Es ist schon eine bittere Ironie, dass ausgerechnet nachdem diese verboten worden sind, das Bienensterben einen neuen Höhepunkt erreicht. Was der Artikel nicht berücksichtigt ist, dass sich die Lage für die Bienen auch durch eine geringere Bildfläche noch verschärfen könnte, denn das Beizverbot führte nicht nur dazu, dass imvergangene Sommer weniger Raps als gewöhnlich ausgesäht wurde, denn viele der Rapsfelder die jetzt xnoch grün da liegen, könnten in den nächsten Tagen umgebrochen werden. Der fehlende Schutz führte vielfach dazu, dass ihre Wurzeln von verschiedenen Insekten regelrecht aufgefressen wurden.

 

Intensiv ist nachhaltig!

http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Kann-intensivere-Landwirtschaft-auch-nachhaltig-sein-id33408052.html
In diesem Artikel der Augsburger Allgemeinen wurde über die Jahresversammlung des Maschinenrings Dillingen berichtet. Im Prinzip wäre dieses Ereignisfällen Westdeutschlands relativ uninteressant, jedoch hatten sie mit Professor Alois Heißenhuber der TU München einen kompetenten Redner, der Frage nach den ob eine intensive und weiter intensivierte Landwirtschaft auch nachhaltig sein könne. Eine Frage wir mit einem fast uneingeschränkten Ja beantworte. Gerne würde man an dieser Stelle mehr Details aus seiner Rede erfahren!