Von falscher Tierliebe und echten Menschenhass

Rassismus, Antisemitismus und Faschismus sind Begriffe, die sich in unserem heutigen Diskurs fest etabliert haben um damit jeden zu diskreditieren der einer anderen als der eigenen Meinung ist. Ob die eigenen Aussagen dabei überhaupt etwas mit diesen harten Vorwürfen zu tun haben, spielt dabei gar keine Rolle. Aber es gibt noch einen weiteren Ismus, der zwar vielen noch unbekannt sein mag, dessen Bedeutung sich aber vor allem bei Veganern fest etabliert hat, wenn es um landwirtschaftliche Tierhaltung geht: Der Speziezismus!

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Erschreckender Wandel

http://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/wenn-der-bauer-zum-boesewicht-wird_a_27,0,1601485391.html
In diesem Artikel der NWZonlinewird zum ersten Mal offen in den Medien das Thema “Bauerbashing” angegangen. Medien, Schulen und einige gesellschaftliche Akteuere haben es durch Lügen- und Hetzkampgnen inzwischen dazu gebracht, daß Bauern offen angefeindet, als Gefahr für Mensch und Umwelt gesehen werden. Besonders fatal ist diese Entwicklung unter den Bauernkindern, die in ihren Schulklassen und Altersgenosse immer stärker als Randgruppe behandelt werden. Die Betroffenen selbst sind dabei idR. offen und diskussionsbereit, wollen selber daran arbeiten die vielem falschen Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Solch ernstgemeinte Angebote stoßen jedoch immer häufiger auf taube Ohren, wenn nicht sogar noch heftigeres Mobbing. Ein Opfer das sich wehrt ist wohl anscheinend ein besonders schlimmes Opfer und letztlich lässt es sich doch viel besser über als mit jemanden reden…

Wenn einer sein eigenes Süppchen kocht

http://m.welt.de/politik/deutschland/article138883802/Wie-Bruessel-die-Landwirte-zu-Oeko-Suenden-zwingt.html

Das ein Grundbuch und ein Flächenkataster, wie wir es in Deutschland kennen nicht überall Standard ist, sollte uns seit der amerikanischen Immobilienblase und dem Beginn der Griechenlandkriese bewusst sein. Für die EU-Agrarpolitik heißt das, daß man eigene Luftbilder und Datenbanken der landwirtschaftlichen Flächen angelegt hat und eigene Definitionen über die Nutzungsarten geschaffen wurden, obwohl alles bereits lückenlos und deutlich ausführlicher bei den entsprechenden Behörden hier zu finden ist.

Nun treibt dieser unsinnige Aufwand neue fragwürdige Blüten, wie Die Welt berichtet. Als effektiver Trinkwasserschutz entstanden in vielen Wassereinzugsgebieten große langjährige Ackergrasflächen, die jetzt nach dem Willen der EU zu Dauergrünland werden sollen. Solch eine Umwidmung ist aber mit zahlreichen, einschneidenden.Folgen für Bewirtschafter und Eigentümer verbunden. Die Folge ist, daß in diesem Jahr ettliche dieser Fläche umgebrochen werden um sie zumindestens für ein Jahr wieder in Ackernutzung zu nehmen, mit der Folge des Verlustes großer Humusmengen und der erhöhten Auswaschung von Nitrat. Beinahe könnte man glauben, der EU sei unsere ausgezeichnete Grundwasserqualität geradezu ein Dorn im Auge…

Widersprüche in sich selber und ohne Ende…

http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/gruene-ruehren-gutes-essen-in-mv-an-2213799103.html

Am Wochenende fand in Parchim der Landesparteitag der Grünen Mecklenburg-Vorpommern statt. Wie der Nordkurier berichtet, war auch hier Landwirtschaft und Ernährung das Topthema. Liest man sich den Bericht mit den Positionen und Äußerungen des Wochenendes durch, so wird das Bild der Grünen Agrarwende immer abstruser. Ergebniss der Agrarwende soll eine umweltverträgliche, artgerechte und nachhaltige Landwirtschaft sein, die natürlich nur auf ökologischer Basis funktionieren könne. Sie sei, laut der Grünen, die einzige Quelle für „gutes Essen“, was immer das auch heißen soll. Quasi um ein Beispiel zu liefern, posiert Landesvorsitzende Claudia Müller für die Presse mit einem hochglanzpolierten Apfel, der sofern er denn tatsächlich ökologisch angebaut wurde, nur mithilfe giftiger Kupferpräparate so schön strahlen kann. Authentischer wäre es gewesen, würde sie  in einen unförmigen und  Schorf überzogenen Apfel beissen. Nur wie ließe sich dann “gutes Essen” erklären?

Eines der Probleme der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns sahen die Grünen in der ihrer Meinung nach zu geringen Wertschöpfung des Bundeslandes und führten dabei Niedersachsen als Gegenbeispiel an. In ihrer Welt ist die geringe Obst- und Gemüseanbaufläche die Ursache dafür. Dass diese in den nächsten Jahren spürbar zurückgehen wird, nicht zuletzt des Mindestlohns wegen, den vor allem auch die Grünen immer gefordert und propagiert haben, wird dabei natürlich verschwiegen. Die unterschiedliche Wertschöpfung der beiden Bundesländer, ließe sich vielleicht auch anhand des Veredelungssektors erklären, nur da dieser zu dem Feindbild Nummer eins der Grünen gehört, wurde dieser Aspekt komplett ausgeblendet.

Jedem sollte nach diesem Parteitag klar werden, daß die grüne Agrarwende weder einen Plan noch ein Ziel hat. Es ist ein pseudoelitäres Selbstverwirklichungsspektakel einer Partei der die Themen ausgegangen sind und die in dem immer uniformer werdenden Parteienspektrum der Bundesrepublik mittelfristig um ihre Existenz bangen muss. Über andere Parteien sagen die Grünen gerne, dass sie populistisch sein und mit der Angst der Menschen spielen würden. Würden dazu auch noch Minderheiten diskriminiert, so würde man dem Boden unserer demokratischen Grundordnung verlassen. Hierbei könnte sich Bündnis 90 die Grünen getrost an die eigene Nase fassen, denn die Schlagworte industrielle Massentierhaltung, Nitratsbelastungen, Überdüngung, Antibiotika Resistenzen usw. sind Angst Begriffe, die sich in den seltensten Fällen mit irgendwelchen Fakten belegen lassen. Stattdessen müssen wir uns als Landwirte, wenn wir versuchen diese Gespenster in einer sachlichen Diskussion zu entzaubern ständig als profitgierige Tierquäler und Brunnenvergifteter stigmatisieren lassen!

Ein Katastrophenjahr wohl nicht nur für die Biene

http://www.abendblatt.de/incoming/article205211945/Experte-spricht-von-Katastrophenjahr-fuer-Bienen.html

Werner von der Ohe, Leiter des Instituts für Bienenkunde in Celle, beschwört in diesem Artikel des Hamburger Abendblatts ein Katastrophenjahr für unsere Bienenvölker und das obwohl seit der letzten Aussaat die Anwendung von neonicotinoiden Beizen verboten ist. Der Grund für dieses Massensterben der Bienen ist die Varoa-Milbe, welche sich durch den milden Winter sehr gut habe entwickeln können. Anmerkungen von Agrar-Experten, daß diese aggressive Milbe auch schon für das Bienensterben der vergangenen Jahre Hauptverantwortlicher gewesen sein könnte, wurden von Imkern bisher immer energisch zurückgewiesen und insektizide Beizen als alleinige Ursache hierfür benannt. Es ist schon eine bittere Ironie, dass ausgerechnet nachdem diese verboten worden sind, das Bienensterben einen neuen Höhepunkt erreicht. Was der Artikel nicht berücksichtigt ist, dass sich die Lage für die Bienen auch durch eine geringere Bildfläche noch verschärfen könnte, denn das Beizverbot führte nicht nur dazu, dass imvergangene Sommer weniger Raps als gewöhnlich ausgesäht wurde, denn viele der Rapsfelder die jetzt xnoch grün da liegen, könnten in den nächsten Tagen umgebrochen werden. Der fehlende Schutz führte vielfach dazu, dass ihre Wurzeln von verschiedenen Insekten regelrecht aufgefressen wurden.

 

Intensiv ist nachhaltig!

http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Kann-intensivere-Landwirtschaft-auch-nachhaltig-sein-id33408052.html
In diesem Artikel der Augsburger Allgemeinen wurde über die Jahresversammlung des Maschinenrings Dillingen berichtet. Im Prinzip wäre dieses Ereignisfällen Westdeutschlands relativ uninteressant, jedoch hatten sie mit Professor Alois Heißenhuber der TU München einen kompetenten Redner, der Frage nach den ob eine intensive und weiter intensivierte Landwirtschaft auch nachhaltig sein könne. Eine Frage wir mit einem fast uneingeschränkten Ja beantworte. Gerne würde man an dieser Stelle mehr Details aus seiner Rede erfahren!

Welchen Rückhalt hat Meyer?

http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Stephan-Weil-und-die-Schwanzfrage-beim-Kreislandvolktag-in-Landolfshausen

Diese Frage stellte sich in der Vergangenheit schon öfters. Aktuell wird sie befeuert durch die Aussagen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stefan Weil auf dem Göttinger Kreislandvolktag, auf dem er den anwesenden Bauern versprach bei Christian Meyers Prestigeprojekt, der Ringelschwanzprämie auf die Bremse zu treten. Ob es ihm dabei wirklich darum geht das von Wissenschaftlern prophezeite Tierleid zu verhindern oder einfach nur die niedersächsischen Landwirte zu beruhigen, die immer lauter Sturm laufen gegen den Kurs seines Landwirtschaftsministers bleibt dabei offen.

Neuer Nitratsensor

http://www.dw.de/sensoren-steuern-exakte-d%C3%BCngung/a-18249271?maca=de-rss-de-wissenschaft-4019-rdf

In diesem Bericht der Deutschen Welle berichtetd er Autor Frank Lohmann über einen neuartigen Nitratsensor, der an der Universität Bochum entwickelt wurde. Dieser soll, darf man dem Bericht glauben, deutlich günstiger sein, als ähnliche Verfahren, wie der Nitracheck und könnten somit auch in kleineren Betrieben zur Verbesserung der Düngeeffiziens beitragen. Leider schwingen auch hier wieder Halbwissen und falsche Anschuldigungen gegen die Landwirtschaft mit, wenn dort unterstellt wird, daß Landwirte teilweise doppelt soviel düngen, als benötigt und daß eine Düngerbuchführung schon eine große Hilfe dagegen sei, ganz als ob es diese  nicht schon längst Pflicht in Deutschland sei!

Neue Landwirtschaftsrevolution nötig

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/lebensmittel-produktion-forscher-warnen-vor-hungersnoeten-a-1018633.html

In diesem Spiegel Online Artikel geht der Autor Markus Becker auf das Problemd er rasant steigenden Weltbevölerung ein und daß es immer schwieriger wird, diese in Zukunft zu ernähren.

Ein Jahr Landblogger!

Der Landblogger ist nun seit gut einem Jahr online. Gestartet war ich mit dem Vorhaben die Verbraucher über unsere heutige Landwirtschaft aufzuklären, doch habe ich mich recht schnell von diesem Konzept verabschiedet. Wer sich die Mühe macht, oder in noch in Erinnerung hat, wird im ersten Beitrag dieses Blogs entnehmen können, dass ich bis dato keine anderen landwirtschaftlichen Blogs kannte. Das hat sich in den vergangenen zwölf Monaten grundlegend geändert. Zusammen mit den zahlreichen Angeboten, von denen vor allem „Frag den Landwirt“ hervorsticht, habe ich etliche interessante Persönlichkeiten und Mitstreiter kennen lernen dürfen und sehe genau diesem Punkt als die größte Bereicherung die mir dieser Blog bisher persönlich gebracht hat. Bereits Mitte des vergangenen Jahres änderte ich daher meine Zielsetzung. Trotz der vielen engagierten Menschen die ich in dieser Zeit kennen lernte, musste ich sehen das viele meiner Standesgenossen nach wie vor in Lethargie verharrten. Mein neues Ziel war es nun also meine bäuerlichen Standesgenossen zu erreichen, sich ebenso in die öffentliche Debatte um die Landwirtschaft einzumischen. Die Rückmeldung die seit dem erfahren durfte haben mich in diesem Kurs bestärkt.

 

Spätestens seit vergangenen November wissen wir, wie wichtig es ist dass wir alle diesbezüglich an einem Strang ziehen. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ startete mit ihrer Serie „Die Rache aus dem Stall“ den Auftakt einer beispiellosen Offensive gegen die Landwirtschaft in Deutschland. Gegen die darin geäußerten Vorwürfe habe ich damals Beschwerde vor dem Deutschen Presserat eingelegt, dessen Entscheidung bis heute noch aussteht. Nur eine Woche später erhielten die Grünen in Hamburg ihren Bundesparteitag ab, auf dem sie die totale Agrarwende als das neue Kernziel ihrer Partei definierten. Ihr Vorsitzender Anton Hofreiter macht heute keinen Hehl mehr daraus, dass er damit die Abschaffung der modernen Landwirtschaft an sich meint. Diese beiden Vorkommnisse rüttelte nicht nur die deutschen Bauern wach. Der Tierarzt Dr. Rolf Nathaus startete eine Spendenaktion um eine Anzeige mit einer Gegendarstellung in der Zeit zu veröffentlichen und landete damit einen die erahnten Erfolg. Nur vier Wochen später versammelten sich rund tausend Landwirte in Berlin um der im Rahmen der Grünen Woche alljährlich stattfindenden „Wir haben es satt“-Demo zumindestens ein wenig Konter zu geben. All das sind Ereignisse die mich sehr erfreuen und zuversichtlich stimmen, dass die Landwirtschaft aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht ist.

 

Inzwischen können selbst die Medien uns nicht mehr ausblenden, nachdem sich ein weiterer Bauer, der sich „Willi“ nennt, mit mehreren provokanten Schriften an die Öffentlichkeit wandte. Die Kontroverse die es um seine Ausführungen innerhalb der Landwirtschaft gab, spiegeln dabei genau unsere Stärke wieder: wir sind viele freie Individuen, so unterschiedlich wie die Betriebe auf denen wir wirtschaften. So unterschiedlich unsere Ansichten, so unterschiedlich die Wege die wir gehen, so unterschiedlich das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht auch ist, so wichtig ist es doch das ein jeder mitzieht! Selber habe ich bei weitem nicht so viel Zeit in diesem Blog investieren können, wie ich es einmal vorhatte. Darum hier noch einmal mein Dank an alle meine Leser, die mir trotz längerer Pausen bis heute treu geblieben sind. Ein großer Dank geht auch an alle die dazu beigetragen haben, dass der Landblogger heute diese Bekanntheit hat. In diesem Sinne auf die nächsten zwölf Monate und dass es uns allen gelingt und so darzustellen wie wir wirklich sind!

 

Ihr Landblogger