Meyer und das Landvolk

http://www.nwzonline.de/politik/niedersachsen/minister-gibt-landvolk-einen-korb-minister-gibt-landvolk-einen-korb_a_21,0,317067153-refhome.html

Das niedersächsische Landvolk, die größte berufsständige Vertretung der niedersächsichen Landwirte musste in diesem Jahr auf ihrer Jahreshauptversammlung auf einen obligatorischen Stammgast verzichten: Den niedersächsichen Landwirtschaftsminister. Eigentlich sollte es keinerlei Diskussion darüber geben, ob ein Landwirtschaftsminister bei der wichtigsten jährlichen Versammlung der niedersächsischen Landwirte anwesend sein solle, doch nicht für den Grünen. Gerne spricht er in gesalbten Worten davon, daß er den Konsens und den Kompromiss mit den Bauern suchen wolle, bisher hat er aber nur wenig bis gar nichts davon gezeigt.

In diesem Jahr stand auf besagter Veranstaltung auch die Wahlen für das Amt des Präsidenten an, dessen Sitz bisher Werner Hilse inne hatte. Der Kartoffelbauer und Schweinehalter aus dem ostniedersächsichen Warpke, ist einer der wenigen Bauernvertreter, die die Diskussion nicht scheuen und auch gerne die direkte Konfrontation mit denen suchen, die momentan die Zukunft der Landwirtschaft in Frage stellen. Dieses Engagement wurde nun eindrucksvoll belohnt: Wiederwahl mit Bestergebnis. Auch wenn Hilse in seiner REde noch versuchte die Wogen zwischen dem Landvolk und Christian Meyer zu glätten, für die anwesenden Landwirte war das Nichterscheinen des Ministers mehr als nur ein dummer Fauxpas!

Entzauberung der Bio-Tiere

https://www.taz.de/Standpunkt-Bio-Skandale/!150536/

Ausgerechnet die grüne TAZ spricht in diesem Artikel die lange Zeit todgeschwiegenden miserabelen Zustände in der Bio-Nutztierhaltung an. Würde man das dortige Zitat Prof. Sundrums ernst nehmen, daß sich die Tiergesundheit im Ökostall nicht wesentlich von der im konventionellen unterscheiden würde, könnte man denken, daß doch alles im Lot sei (siehe dazu auch:Leiden für den Lifestyle). Für den Autor des Artikels ist es leider immer noch ein unumstößliches Dogma, daß es Tieren in konventioneller Haltung schlecht gehen würde, wobei er selber den Zusammenhang zwischen Tierwohl und wirtschaftlichen Erfolg richtig anführt. Dennoch lässt es hoffen, wenn das blinde Beweihräuchern der Biobranche hier nicht weitergeführt wird!

Siegeszug gegen den Hunger

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sechs-gruende-warum-der-hunger-auf-der-welt-abnimmt-13205739.html

Eine der vielen falschen Legenden, die rund um die moderen Landwirtschaft gesponnen werden, ist der angeblich zunehmende Hunger in der Welt. Ein einfacher Blick in die Zahlen zeigt aber, daß trotz wachsender Weltbevölkerung die Hungernden in der Welt nicht mitgewachsen sind, der Anteil hungernder und unterernährter Menschen folglich immer kleiner wird. Die Frankfurter Allgemeine hat diesen Fakt aufgegriffen und zeigt an Hand von sechs Aspekten, warum wir diesen Fortschritt unserer modernen Landwirtschaft zu verdanken haben. Leider wird bei den Ausführungen manchmal etwas zu sehr um den heißen Brei herumgeredet und vor allem dem Leser ohne landwirtschaftlichen Hintergrund das Verständniss der Zusammenhänge erschwert. Auch schwingt mal wieder, vermutlich unvermeitlich, ein negativer Unterton bei den Themen Pflanzenschutz und Gentechnik mit, gemäß dem Motto daß diese der Preis für die Bekämpfung des Hungers seine. Dabei sind sie vielmehr wichtige Bausteine auf diesem Weg, die uns zudem eine große Hilfe sind ihn so umweltverträglich und ressourcenschonend wie möglich zu begehen.

 

Gespräch in Aussicht gestellt: Die ZEIT reagiert

http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2014-11/antibiotika-bauerverband-protest

In diesem Beitrag der Online-Redaktion der Die ZEIT wird weitestgehend neutral über die Demonstration von Landwirten und Tierärzten vor dem Redaktiongebäude in Hamburg vergangenen Freitrag (Zeit-Hetze nicht hinnehmen, jetzt beschweren!)berichtet und ein Gespräch der zuständigen Reportern und Chefredakteur für diese Woche in Aussicht gestellt. Was bei diesem Gespräch herauskommen mag, bleibt indess noch offen.

Zeit-Hetze nicht hinnehmen, jetzt beschweren!

Der Artikel “Die Rache aus dem Stall” aus “Die Zeit” vvon letzter Woche schlug und schlägt hohe Wellen. Nicht nur für uns Landwirte und Tierärzte wurden durch den Artikel sämtlichste Grenzen guten Journalismuses unterschritten. Trotz der heftigen Reaktionen auf den Artikel setzte die Zeit diese Woche ihre Serie mit dem Titel “Tiermedizin: Dauernd Stoff vom Arzt” in unbeschreiblich hetzerischer und diskriminierender Weise fort.

Heute wurde der Protest, der in den vergangenen Tagen schon in den sozialen NEtzwerken tobte auch auf die Straße getragen, als zahlreich Bauern und Tierärzte in Hamburg vor der Zeit demonstrierten. Die Journalisten ließ die Empörung über ihren abscheulichen Bericht jedoch weitestgehend kalt. Zwar schickte man den stellvertretenden Chefredakteur Moritz Müller-Wirth vor, jedoch ließ dieser sich nicht zu mehr als Ausreden hinreissen. Ein Video von der Demonstration ist auf Youtube zu finden (https://www.youtube.com/watch?v=NhM5-ACZJk0&feature=youtu.be)

Neben diesen Arten des Protestes gibt es auch den offiziellen Weg, den ich heute mit eingeschlagen habe: Eine Beschwerde vor dem Deutschen Presserat. Der Weg der Beschwerde steht jedem Bürger offen, sofern er die Verstöße des Artikels gegen den Deutschen Pressekodex aufzeigen kann. Jedem ist anzuraten auch diesen offiziellen Weg zu beschreiten, da sich der Presserat bei einer entsprechenden Anzahl ein Einwänden einer Entscheidung nicht mehr entziehen kann. Im folgenden ist exemplarisch meine Begründung der Beschwerde zu finden:

Zeit-Hetze nicht hinnehmen, jetzt beschweren! weiterlesen

Staatliche Viehenteignungen?

http://rtlnord.de/nachrichten/zweifelhaftes-prozedere.html

Dieser Bericht von RTLNord hat mir soeben ein wenig die Sprache verschlagen. Sofern das, was dort berichtet wird auf Tatsachen beruht, werden dort eine Menge Fragen aufgeworfen. Das es in Einzelfällen immer wieder zu Tierbeschlagnahmungen kommt, ist nichts neues und würde es sich hier um einen Einzelfall handeln, wäre es wohl kaum eine Zeile wert darüber zu berichten. In Anbetracht des Feldzuges, den die grünen Antilandwirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegen die Landwirtschaft und insbesonder die Tierhalter führen und daß es sich hierbei wohl offenbar um ein systematisches Vorgehen handelt, lässt aufhorchen! Sicherlich kann man auf solche Weise nicht die gesamte Tierhaltung eines Bundeslandes auflösen, aber um Angst und Schrecken unter den Bauern zu verbreiten reicht es allemal. Welchen Preis die Tiere dabei zahlen müssen bleibt bisher auch ungewiss. Wer zu diesen Vorkommnissen nähere Informationen hat, dem wäre ich über Kommentare oder persönliche Nachrichten sehr dankbar!

Zeit der Blamage

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&dig=2014%2F11%2F25%2Fa0104

Mit viel Getöse und reisserischen Titel ist die Zeit letzte Woche in eine, nach eigenen Angaben aufwändigst recherchierte Serie zu antibiotikaresisten Keimen gestartet. mehr als zwanzig Journalisten hätten unmengen an Daten ausgewertet, so wie es noch nie jemand zuvor getan hätte. Vermutlich musste man derart breitspurig auffahren, um das schmalspurige und vor allem hetzerische Ergebniss in irgendeiner Weise rechtfertigen zu können. Von der unbeschreiblichen Propaganda gegen Landwirte und Tierärzte mal abgesehen, die dort schon sehr direkt quasi als Mörder und Ebola-Züchter difamiert werden, mit denen man schon aus eigenem Gesundheitsinteresse jeden Kontakt tunlichst meiden sollte, stellt Jost Maurin von der TAZ nun seine hamburger Kollegen endgültig bloß: Die ach so intensiv recherchierten Zahlen sind wohl nicht nur rein spekulativ, sondern wohl soagr rein erfunden. Stolz werden Studien zitiert, in denen von dem was man hier den Lesern zu verkaufen versucht nichteinmal annähernd was zu lesen ist. Es scheint als würde die Zeit schon langsam für die Presse-GEZ üben, die vor allem aus dem linken Spektrum schoneinmal als Ausweg aus der Zeitungskrise vorgeschlagen wurde, denn Dank unserer Rundfunkgebühren wurden dort ja auch schon die haarsträubensten gescripteten Dokumentationen ausgestrahlt (Posse des Jahre)! Wer Zeit und Lust hat kann sich also zukünftig getrost Vormittags die Bild und nachmittags das Unterschichtenprogramm gönnen. Das ist bei gleichem Inhalt zum einem günstiger und zum anderen unterhaltsamer als die “Qualitätsmedien”!

Wetten, dass…?

https://www.facebook.com/groups/392418324246869/permalink/392663980888970/

Die Zeitungen unseres Landes sind wohl vor allem deshalb in der Krise, weil sie das schreiben was sie für richtig halten anstatt das, was objektiv der Wahrheit und auch der Lebenswahrheit der Menschen am nächsten kommt. Ein Beispiel hierfür ist das aktuelle Titelthema der Zeit mit der plakativen Aufreißer : “Die Rache aus dem Stall” . Da ich die letzten Tage unterwegs war, habe ich hierzu nur schlecht etwas schreiben können und auf Grund der zahlreichen Reaktionen vieler Bloggerkollegen, werde ich dies auch nicht mehr:
http://www.stallbesuch.de/offener-brief-giovanni-di-lorenzo-chefredakteur-der-wochenzeitung-die-zeit/

http://agrarmanager.agrarheute.com/zeichen-der-zeit-ein-kommentar

http://www.massentierhaltung-aufgedeckt.de/index.php/aktuelles/39-stellungnahme-zum-artikel-die-rache-aus-dem-stall-die-zeit-nr-48-2013#.VG34bk48-uc.facebook

Dafür möchte ich hier auf eine Reaktion eingehen, die ich besonders gelungen und auch ganz nach meinem eigenen Geschmack finde: “Wetten, dass…?” von dem Tierarzt Dr. Rolf Nathaus. Seine Idee: Landwirte und Tierärzte spenden auf ein eigens eingerichtetes Konto genau einen Euro. Sollten es am Ende wider seinem Erwarten mehr als 33.000 werden entspricht die gesammelte Summe nämlich genau dem Anzeigenpreis für eine ganze Seite in der Zeit. Eine Seite, die man nutzen möchte diese Zeitung mit unserer Ablehnung solcher Art von gescripteter Skandalpresse zu konfrontieren. Ich selber werde gleich meinen Euro abschicken und möchte gleichzeitig an alle hier appellieren es ebenso zu tun!

Wer über keinen Facebookzugang verfügt, dem habe ich hier nocheinmal den Aufruf hereinkopiert:

Guten Abend!

Aus Anlass der heute begonnenen Serie in der Wochenzeitung “DIE ZEIT” (Titel des ersten Teils : Die Rache aus dem Stall!”) wette ich, dass es dieser Gruppe nicht gelingt, rund 33.000 Landwirte und Tierärzte zu mobilisieren, die jeweils einen Euro spenden, um in besagter Wochenzeitung auf einer ganzseitigen Anzeigen ihren Protest gegen diese Form des Journalismus zum Ausdruck zu bringen…

Ich bin gespannt, Dr. Rolf Nathaus, VetTeam Reken

Hallo Zusammen:

Das Konto ist soeben mit einem Kapital von 100,- Euro an den Start gegangen. Für den Fall, dass diese Aktion scheitert, soll die tatsächliche Spendensumme an die Kindernothilfe gehen, da eingehende Beträge natürlich nicht erstattet werden können. Die Belege werden dann hier vorgelegt. Am schönsten wäre es natürlich unter entsprechendem Trommeln bei 1,- Euro pro Nase zu bleiben…

SPADAKA Reken
BIC GENODEM 1RKN
IBAN DE 73428612391037988601

 

 

Einmal öko und zurück

http://www.brandeins.de/archiv/2013/zeitgeist/einmal-oeko-und-zurueck/

Es ist nicht der erste Beitrag, der einen Strich durch die biobäuerliche Idylle zieht, indem er die Rückumstellung vieler, vor allem “kleinerer” Betriebe, zum konventionellen Anbau thematisiert. Dennoch ist dieser Beitrag  des Wirtschaftsmagazin Brandeins aus dem vergangenen Dezember ein besonders anschaulicher, der besonders auf Grund seines Sprachstils ein nachvollziehbares Verständnis für die Zusammenhänge und Gründe schafft, obwohl der überzeugte Grundton des Autors, Bio wäre für die Umwelt und dem Menschen dennoch besser, kaum zu überlesen ist.
Interessant ist hierbei auch zu sehen, wie sich langjähriger Bioanbau auf die Ertragsfähigkeit ausgewirkt. Während der statistische Durchschnitt der Biolandwirtschaft 50 % geringere Erträge attestiert, konnten hier in  der ersten Ernte nach Umstellung dreineinhalb!!! mal mehr eingefahren werden! Dies passt zu Untersuchungen, die dieser Wirtschaftsform einen schleichenden Raubbau an den Nährstoffvorräten des Bodens attestieren. Nur weil unseren Böden in den vergangenen rund einhundert Jahren weitestgehend auf ein gesundes Niveau aufgedüngt wurden, ist Biolandwirtschaft überhaupt für ein paar Jahre möglich! Ebenso nüchtern wird auch gezeigt, daß es sich bei der Mehrzahl der Biobetriebe nicht um Überzeugungstäter handelt, sondern daß, angelockt von den hohen Fördersummen, rein ökonomische Überlegungen zu der Entscheidung führten.

Kleinbauernwohlstand durch Gentechnik

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gentechnik-eine-ueberraschende-auswertung-von-147-studien-13250070.html

Alle Art der grünen Gentechnik gilt in Deutschland per se als schlecht und böse. Sie würde vor allem Kleinbauern in Entwicklungsländern in Abhängigkeiten und Armut stürzen. Den Beweis blieben diejenigen, die solches gern behaupteten stets schuldig, denn war schon länger unter Agrarökonomen bekannt, daß sich beispielsweise die Einkommen indischer Kleinstbauern durch B.t.-Baumwolle verdoppelt hat. Nun hat sich die FAZ einer der umfassendsten Studiend er Georg-August-Universität Göttingen angenommen, in der die durchweg postiven monetäre, mit Randvermerk auf die ökologischen, Auswirken von GVO-Kulturen weltweit und davon insbesondere in den Entwicklungsländern herausstellt.  Der Artikel der FAZ glänzt zwar nicht gerade durch fachliche Korrektheit, da wird dem B.t. (Bacillus thuringhenis)-Mais einfach eine Herbizidresistenz unterstellt, durch die mehr Glyphosat eingesetzt würde (B.t. ist eine Insektenresistenz und hat mit Glyphosat rein gar nichts zu tun), dennoch ist es erstaunlich und begrüßenswert, daß eine Versachlichung der Diskussion um GVO hier versucht wird.