Der eigenen Sache einen Bärendienst erwiesen

Was schon länger gemunkelt wurde ist nun amtlich: die WHO hat in ihrem neusten Krebsbericht nach Matetee, Friseurhandwerk und Glyphosat nun auch Fleisch und besonders verarbeitetes Fleisch aufgenommen. Während sich nach der Listung des Glyphosats in diesem Frühjahr in die Rubrik “Eventuell, möglicherweise unter Umstämöglicherweise krebserregend” noch eine Welle der Bestürzung und Panikmache durch allerhand Medien, Politiker und NGOs nach sich zog, hat der Neueinsteiger in dieser obskuren Hitparade eher für konträre Reaktionen gesorgt. Natürlich durften die Vegetarier und Veganer nicht fehlen, die darin wieder sofort eine Möglichkeit sahen ihren Lebensstil zu propagieren, in der Breite hörte man jedoch eher anderes. Das WDR-Format Quarks und Co, welches in der Vergangenheit bei solchen Themen nicht unbedingt durch Sachlichkeit und Fakten glänzen konnte, rechnete spontan vor, wie Belanglos die Aussage eige tlich ist und legte anschließend sogar nochmal einen Beitrag mit den gesundheitlich positiven Aspekten des Fleischverzehr nach. Aber es geht noch besser. Der Postillion titelte, daß die Bahn nach der Einstufung von Fleisch nun Wurstesserbereiche als Analogie zu den Raucherbereichen auf ihren Bahnsteigen einrichten wolle. Auf Chefkoch.de wurden binnen kürzester Zeit dutzende nicht wirklich ernst gemeinte Rezepte für “Krebsfleisch” eingestellt. Die Macher des Krebsreports haben ihrem Anliegen ganz offensichtlich einen Bärendienst erwiesen. Während unsereins über die Listung des Glyphosats permanent diskutieren und argumentieren musste ohne wirklich Verständniss für den Erhalt des Wirkstoffes zu ernten. Kommt nun Otto-Normalverbraucher ganz von alleine zu der Erkenntniss, was uns diese Liste tatsächlich zu sagen hat…

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