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Entzauberung der Bio-Tiere

https://www.taz.de/Standpunkt-Bio-Skandale/!150536/

Ausgerechnet die grüne TAZ spricht in diesem Artikel die lange Zeit todgeschwiegenden miserabelen Zustände in der Bio-Nutztierhaltung an. Würde man das dortige Zitat Prof. Sundrums ernst nehmen, daß sich die Tiergesundheit im Ökostall nicht wesentlich von der im konventionellen unterscheiden würde, könnte man denken, daß doch alles im Lot sei (siehe dazu auch:Leiden für den Lifestyle). Für den Autor des Artikels ist es leider immer noch ein unumstößliches Dogma, daß es Tieren in konventioneller Haltung schlecht gehen würde, wobei er selber den Zusammenhang zwischen Tierwohl und wirtschaftlichen Erfolg richtig anführt. Dennoch lässt es hoffen, wenn das blinde Beweihräuchern der Biobranche hier nicht weitergeführt wird!

Tote Hühner für mehr Tierwohl

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Versuch-abgebrochen-Enorme-Verluste-bei-Hennen-mit-spitzem-Schnabel-1514050.html

Heute wird hier einmal ein sehr aufschlussreicher Artikel aus der landwirtschaftlichen Fachpresse, nämlich der Top Agrar vorgestellt. Das Kürzen der Schnäbel bei Legehennen ist eines der Themen, an denen sich angebliche Tierexperten zur Zeit gerne abarbeiten. Ihre Position lautet, der Schnabel gehört zum Tierwohl unabdingbar dazu. Nun bemühen sich einige Landwirte in dieser Debatte voranzugehen und Eier von Hühnern mit ganzen Schnäbeln zu erzeugen. Welch fatale Folgen das haben kann wird in dem obigen Artikel geschildert.

Besagte Experten haben eine Reihe von einfachen Rezepten, um das Hacken und Picken von Hühnern einfach abzustellen, wie einen Lichtschalter. Geht es nach ihnen, ist die Hackerei unter Hühnern das simple Problem von konventionellen Massentierhaltern ohne Sinn und Verstand gegenüber den Tieren. Doch all diese angeblichen Patentrezepte, ebenso wenn es um Schwanz- und Ohrenbeisserei in der Schweinehaltung geht, haben halt etwas all zu alchemistisches an sich: mal funktionieren sie, mal nicht und keiner weiß wirklich warum. Verkannt wird dabei, daß Schweine aber auch das so friedlich scharrende Huhn Allesfresser und durchaus auch Raubtiere sind. Fleischverzehr, Gewalt untereinander und das Töten von anderen Tieren und Artgenossen gehört zu ihren natürlichen Verhaltensweisen, die je nach Situation mal stärker mal schwächer zum Vorschein treten.  Wer Schnäbel kürzt und Ringelschwänze kupiert macht dies weder aus reiner Routine oder Profitgier, sondern um die Tiere effektiv vor sich selber, vor der unkalkulierbaren Gefahr von Verletzungen zu schützen. Im Gegensatz zu den Vorhaben mancher pazifistisch denkender Tierromantiker ist solche Vorbeugung echter praktizierter Tierschutz!

Moral Bombing gegen Bauern und Fleischkonsumenten

Seit Jahren schon predigen uns verschiedenste sogenannte Tierschutzorganisationen wie schlecht Fleischverzehr für unsere Gesundheit, die Umwelt, die Dritte Welt, die Bauern und vor allen auch für die Tiere selbst sei. Trotz aller hochgepuschten Lebensmittelskandale der Vergangenheit und der Omnipräsenz vegetarischer und veganer Lebensweisen in unseren Kantinen und Medien, sind fast alle Menschen unserer Breiten dem Verzehr tierischer Produkte treu geblieben. Daher werden nun größere Geschütze aufgefahren, indem die Nutztierhaltung als möglichst martialische und brutale, profitgierige Machenschaft mafiöser, lebensverachtender Strukturen dargestellt wird. Nicht mehr einzelne Skandale und Skandälchen sollen die Menschen zum Fleischverzicht erziehen, sondern indem man sie zum Mittäter dieser „Verbrechen“ deklariert.

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Rezension: Gequält, totgeschlagen und weggeworfen

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Exclusiv-im-Ersten-Deutschlands-Ferkelf/Das-Erste/Video?documentId=22389000&bcastId=799280

Am Montag Abend schlugen Monika Anthes und Edgar Verheyen auf der ARD wieder zu, und zwar mitten in die Gesichter deutscher Schweinehalter. Wie in ihren “Reportagen” zuvor haben sie auch hier wieder ihre grenzenlose Verachtung und Hass gegen die deutschen Landwirte zum Ausdruck gebracht. Um diesen Hass filmisch umsetzen zu können, waren ihnen illegal gedrehte und gefälschte, aus Einbrüchen stammende Videos, teilweise krimineller Organisationen als lupereiner Beweis ebenso gut, wie die für sie  üblichen Mittel von Verleugnung, Lüge, Unterstellung von Starftaten und dem Verschweigen wichtiger Tatsachen.

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Dreck und tote Ferkel schmeissen die 2.

http://www.rhein-zeitung.de/region_artikel,-ARD-Doku-Das-grosse-Abschlachten-_arid,1179715.html#.U8Q707Ehtbl

Die Presse versucht nun tatsächlich einen neuen Skandal aufzubauschen. Nach der TAZ schreibt nun auch die Rhein-Zeitung einen Artikel über die heutige ARD-”Doku”: Gequält, totgeschlagen und weggeworfen. Einen Artikel, der vor Stereotypen und tendenziöser Wortwahl nur so strotzt. Während alle Welt sagen würde, die Sauen seien auf große Würfe gezüchtet worden, hat man sie in diesem Artikel genetisch verändert. Zwar ist das letztlich das Selbe, sprachlich soll hiermit aber klar eine Nähe zur in Deutschland so umstrittenen Gentechnik hergestellt werden, die es in diesem Bereich letztlich gar nicht gibt. In die gleiche Richtung gehen Phantasiebegriffen wie “Turbo-Tiere”.

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Unsere Lebensmittel sind nicht zu billig

http://www.deutschlandradiokultur.de/ernaehrung-unsere-lebensmittel-sind-nicht-zu-billig.993.de.html?dram%3Aarticle_id=282617

Es lässt ein durchaus noch hoffen, wenn ein Mensch wie Udo Pollmer sich mit einem eigenen Format im Deutschlandradio halten kann, obwohl er, vernunftsbasiert, den gesamten “modernen” Ernährungshype immer wieder restlos zerpflückt. In seinem letzten Beitrag setzte er sich mit den Unfug der zu günstigen Lebensmittel auseinander. Das es darüber überhaupt eine Diskussion gibt, lässt sich wohl nur, mit ökonomischen Unverstand der deutschen Bevölkerung erklären. Sicher hat der Lebensmitteleinzelhandel und die Lebensmittelindustrie eine größere Marktmacht als die Landwirtschaft und sitzt bei Preisverhandlungen am längeren Hebel. Nur wer die Marktwirtschaft auch nur ansatzweise versteht, weiß auch, daß sie längst nicht in der Lage sind, den Erzeugerpreis zu diktieren. Gern werden die Faktoren, die für die Preisbildung verantwortlich sind ausgeblendet, wie der verhängte Importstopp Russlands für europäisches Schweinefleisch (http://www.schweine.net/eu-preise/eu-schweinemarkt-russischer-importstopp-fuehrt-zu.html ), welcher maßgeblich zu einem Überangebot in Europa und somit zu den Preissenkungen der Discounter beigetragen hat!