Schlagwort-Archiv: Fleischkonsum

Fleisch ist Demokratie

http://www.nzz.ch/keine-experimente-mit-der-welternaehrung-1.14698187

In der Tat, dieser Artikel, den der Agrarstatistiker Georg Keckl  2012 für die  Neue Zürcher Zeitung schreiben durfte ist schon ein paar tage alt,  hat aber seit dessen nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Sehr anschaulich schildert er,  wie es in den letzten Jahrzehnten erfolgreich gelang die Menscheit immer besser zu versorgen und daß die Ökobewegung daran eher nachteilig mitgewirkt hat. Interessant st vor allemd er Denkansatz zum Ende des Artikel, in dem Keckl zunehmenden Fleischkonsum und Demokratisierung der jeweiligen Gesellschaft in einen engen Zusammenhang bringt. Daß aus dem links-grünen Lager immer stärker zum Fleischverzicht, bzw zur Verteuerung von Fleisch aufgerufen wird, man sich gleichzeitig aber den eigenen Bio-Lebensstil immer stärker vom Steuerzahler subventionieren lässt,  erscheint somit mehr denn je als authoritäre Bevormundungsgeste dieses Milieus.

Von falscher Tierliebe und echten Menschenhass

Rassismus, Antisemitismus und Faschismus sind Begriffe, die sich in unserem heutigen Diskurs fest etabliert haben um damit jeden zu diskreditieren der einer anderen als der eigenen Meinung ist. Ob die eigenen Aussagen dabei überhaupt etwas mit diesen harten Vorwürfen zu tun haben, spielt dabei gar keine Rolle. Aber es gibt noch einen weiteren Ismus, der zwar vielen noch unbekannt sein mag, dessen Bedeutung sich aber vor allem bei Veganern fest etabliert hat, wenn es um landwirtschaftliche Tierhaltung geht: Der Speziezismus!

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Moral Bombing gegen Bauern und Fleischkonsumenten

Seit Jahren schon predigen uns verschiedenste sogenannte Tierschutzorganisationen wie schlecht Fleischverzehr für unsere Gesundheit, die Umwelt, die Dritte Welt, die Bauern und vor allen auch für die Tiere selbst sei. Trotz aller hochgepuschten Lebensmittelskandale der Vergangenheit und der Omnipräsenz vegetarischer und veganer Lebensweisen in unseren Kantinen und Medien, sind fast alle Menschen unserer Breiten dem Verzehr tierischer Produkte treu geblieben. Daher werden nun größere Geschütze aufgefahren, indem die Nutztierhaltung als möglichst martialische und brutale, profitgierige Machenschaft mafiöser, lebensverachtender Strukturen dargestellt wird. Nicht mehr einzelne Skandale und Skandälchen sollen die Menschen zum Fleischverzicht erziehen, sondern indem man sie zum Mittäter dieser „Verbrechen“ deklariert.

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Heile Welt durch teures Fleisch

http://www.huffingtonpost.de/elisabeth-zacharia/was-ware-wenn-das-kilogramm-fleisch-50-euro-kosten-wurde-konsum-preis-tierhaltung_b_5491332.html?ncid=fcbklnkushpmg00000071

In diesem Artikel in der Huffington Post stellt die Journalistin und Autorin Elisabeth Zacharia eine hypothetische Welt vor, in der ein Kilogramm Fleisch 50 € kosten soll. Bis auf diese Idee bietet der Rest des Textes nicht viel neues, denn Zacharia spielt die alte Leier der bösen Konzerne, die Bauern und Tiere versklaven um Fleisch zu Niedrigstpreisen zu verramschen. In ihrer Traumwelt jedoch würde der exorbitant hohe Preis für Fleisch dazu führen, dass die Menschen weniger von diesem aessen, dadurch selbstverständlich gesünder lebten, die wenigen noch vorhandenen Nutztiere glücklich in kleinen Schlachthäusern stürben und, was schlussendlich nie fehlen darf, würden die heute so armen, von schweren Gewissensbissen und Depressionen geplagten Bauern, die durch die bösen Konzerne gezwungen werden ihre Tiere bestialisch zu quälen, aus ihrer angeblichen Gewissenskrise und Sklaverei befreit.

 Letztlich ist dieser Artikel geradezu ein Paradebeispiel für das links-grüne Utopia, in das uns ihre Vertreter führen wollen. Einem Utopia in dem ist nur Mercedes fahrende Freiberufler in Einfamilien-Passivhäusern gibt, sich freudig ihr Gewissen erleichtern können, wenn sie für ein einfaches Fleischgericht den Tageslohn eines einfachen Erntehelfers ausgeben dürfen. Dass es in diesem Utopia niemanden gibt der sich freiwillig die Hände schmutzig macht, wird sich natürlich auch niemand bei diesen Preisen veranlasst sehen sich ein Schwein selbst zu mästen. Wie aber die Realität einer Welt mit überteuerten Fleischpreisen aussieht, durfte ich während meiner Expedition im Senegal erfahren: gerade wenn größere islamische Feste anstehen, steigt der Preis eines Schafbocks schnell weit über tausend, nicht selten auch zweitausend Euro. Jeder der es sich nur annähernd, irgendwie leisten kann, versucht sich dort eigene Schafe und Ziegen in seinen kleinen Hinterhof, lebenslänglich eingesperrt in noch viel kleineren Zwingern zu mästen. Manche Viecher haben aber auch das „Glück“ halb verwildert durch die dreieinhalb-Millionen-Stadt Dakar zu ziehen, wo ihnen tagtäglich schutzlos die Sonne auf den dünnen Pelz brennt, während sie sich maßgeblich von Müll und Straßenabfällen ernähren.

 Es zeigt sich mal wieder eindrucksvoll, wie viel die Vordenker des paradisischen post-(agrar)industriellen Zeitalters von der Realität des Lebens wissen. Wer ein Leben zwischen Ipad, Bio-Supermarkt, modernen Hafencity-Büro und Niedrigenergiehaus führt und seinen Lebensunterhalt damit bestreitet seine Weisheiten einer unwissenden Bevölkerung kundzutun, mit der man sich gerne demonstrativ definiert, aber dennoch nur Kontakt mit seinesgleichen pflegt, dem wird sich schnell die Realität verschließen.

FB-Diskussion um historischen Fleischverzehr

https://www.facebook.com/QuarksundCo/photos/a.10150277013665564.501753.399241730563/10153990672185564/?type=1&theater
Für nicht auf Facebook vertretene, es geht um die Grafik von Seite 4:
http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/vegetarier-pdf100.pdf

Solche Zahlen lassen sich aus Ausgrabungen von alten Latrinen und Abfallgruben, Recherchen in historischen Dokumenten und durch Pathologen plausibel nachvollziehen. Die Erzeugung von Fleisch stellte damals nicht nur die einfachste, Ackerbau erfordert viel Arbeit und da es damals noch keine Dünger gab, waren die meisten Äcker schon längst stark ausgebeutet und gaben kaum noch Erträge ab, sondern auch die sicherste Art der Lebensmittelvetrsorgung, denn ohne chemischen Pflanzenschutz kommt es, was viele heute nicht mehr wahr haben wollen, regelmäßig zu katastrophalen Missernten. Außerdem entfiel die Problematik der damals nicht vorhandenen Konservierung, da man die Tiere bis zum Verzehr am Leben lies und wenn es doch nötig war, das Fleisch pökeln und/oder räuchern konnte, wobei ersteres damals mit nicht unerheblichen Kosten verbunden war. Da im MIttelalter noch sehr viel Fläche je Menschen zur Verfügung stand, wurde jede Art von Vieh, sei es Rind, Huhn, Schaf aber vor allem Schweine in die Wälder und die Landschaft getrieben, wo sie sich mit Futter versorgten. So idyllisch diese Waldweide heute manchem erscheinen mag, sie war ein furchtbarer Raubbau an der Natur. Dies war einer der Gründe, das ab Mitte des 16. Jahrhunderts zunehmend sich der Nachhaltigkeitsgedanke in der Forstwirtschaft durchsetzte und durch Forstordnungen die Waldweide verboten wurde, was sicherlich einer der Hauptgründe für das Absinken der Kurve von diesem Zeitpunkt an ist. Anders als hier gemutmaßt wird, waren es eher höher stehende Personen, die sich den Luxus der wenigen damals bekannten Gemüse gönnten. Fleisch und der gesamte Rest des Tiers war hingegen die günstige Nahrung für die breite (arme) Bevölkerung. Man darf dabei nicht vergessen, daß viele Gemüse damals in Europa noch vollkommen unbekannt waren, die heute für die Ernährung nahezu unabdingbar erscheinen, sie allen voran Kartoffeln und Tomaten. Auch die verschiedenen Getreide unterschieden sich noch deutlich von unseren heutigen. Als Gemüse gab es maßgeblich ein paar Rübenarten, ansonsten warten es nur noch Getreidebreie und Brot , die eine vegetarische Alternativen darstellten. Zwar konnten diese, sofern man sich diese teuren Getreideprodukte überhaupt leisten konnte, den Kalorienbedarf decken, durch ihr geringes Volumen, waren sie aber außer Stande eine vernünftiges Sättigungsgefühl zu erzeugen, einer der Dinge, die heutzutage wohl auch kein Europäer mehr wirklich nachvollziehen kann.

“Vegetarier leiden häufiger unter Krebs und Asthma”

http://www.welt.de/gesundheit/article125270740/Vegetarier-leiden-haeufiger-an-Krebs-und-Asthma.html

In diesem Interview der “Welt” mit der Wissenschaftlerin Nathalie Burkert werden die Ergebnisse einer östereichischen Studie vorgestellt, daß Vegetarier anscheinend häufiger krank werden/sind als Fleischesser. Zwar wird, was auch durchweg richtig ist und wohl nichts mit der “Unkorrektheit” des Ergebnisses zu tun hat, davor gewarnt hierraus einfache Schlüsse zu ziehen. Der abschließende Satz von Frau Burkert zeigt aber, was viele sicherlich selbst schon beobachtet haben, daß sich Vegetarier subjektiv ungesünder fühlen als Menschen mit einer normalen Ernährung. Endlich mal eine Erklärung für die oftmals tristen und lustlosen Gesichter…