Schlagwort-Archiv: Mais

Nichts mehr zu retten

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0002691?utm_content=buffer96ac9&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

gibt es anscheinend für das Umweltbundesamt (UBA), wie Christoph Eichler auf Novo Argumente feststellt. Deutschlands Flüssen -und anders als Herr Eichler attestiert auch dem Grundwasser- geht es besser als in der ganzen jüngsten Vergangenheit. Schlecht ist das aber für hochbezahlte Weltretter in Behörden und Lobbyverbänden, denn so könnte ihre Aufgabe zukünftig wohlmöglich obsolent erscheinen. Doch wo ein Posten, verzeihung Wille, ist, ist auch ein Weg. So wurden vom UBA die Nitratklassen für die Einstufung einfach kurzerhand nach unten korrigiert. Nach knapp 40 Jahren harter Arbeit, um unsere umgekippten Flüsse und Ströme wieder herzustellen, erscheinen sie dank des Taschenspielertricks schmutziger denn je. Und noch was hat der neue Grenzwert: er ist nachhaltig! Nachhaltigkeit liegt dem UBA bekanntlich am Herzen und mit 11,1 mg Nitrat / l Wasser (einem Wert unterhalb der meisten naturbelassenen Gewässer!!) gibt es auch zukünftig und bis in alle Ewigkeit was zum Retten!

Bio vs. konventionell

2014_07_27 Bio vs konventionell

Eigentlich möchte ich ja nicht zwischen den Landwirten polarisieren, dennoch gibt es ein paar Themen, welche durchaus diskutiert werden müssen. Die staatlich hochgradig subventionierte und protektionierte Biowirtschaft gehört zweifelsohne dazu. Mir geht es dabei garnicht darum, diese Wirtschaftsform als absoluten Nonsens darzustellen, als vielmehr zu zeigen, was passiert wenn der Staat sich in die Wirtschaft einmischt. Bei Biobetrieben kommt es, so wie überall, auf den Betriebsleiter an. Diejenigen, die diese Wirtschaftsart aus Überzeugung gewählt haben, können ihre Betriebe in der Regel stolz präsentieren. Viele Biobetriebe können dies aber nicht, wie das obige Bild eindrucksvoll zeigt. Um Fragen schoneinmal vorzubeugen, die Bilder stammen von den selben Standorten, sowohl beim Mais als auch bei den Kartoffeln lagen die Schläge rechts und links einer Straße!

Warum der Staat in Zeiten knapper Kassen und weltweit knapper Lebensmittelreserven Unsummen für die Befriedigung des Lifestyles einer verschwindend geringen Minderheit (Marktanteil Bioprodukte circa 5 %) ausgibt, erschließt sich mir persönlich nicht. Das was auf diesen relativ hochproduktiven Flächen nicht geerntet wird, fehlt Menschen an anderen Orten, die unsere Wohlstandsdiskussion um eine Extensivierung der Landwirtschaft nicht im geringsten verstehen würden. Der ethische Aspekt der massiven Bioförderung wird leider in der Diskussion fast vollständig ausgeblendet.

Monsanto zerstört Honig?

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/31/monsanto-zerstoert-honig-imker-muessen-jahres-ernte-vernichten/

Dieser Artikel der Deutschen Wirtschafts Nachrichten ist zwar schon etwas älter, aber ein grandioses Beispiel für die Verdrehung von Ursache und Wirkung in der Gentechnikdebatte. Anders als man mit der Überschrift zu vermitteln versucht, ist es mit Nichten Monsato, die den Honig mehrer deutscher Imker vernichtet hat, sondern die oftmals fragwürdige Regelungswut deutscher Behörden. Denn diese lehnten eine Zulassung des Honigs als Lebensmittel ab, weil dieser Pollen des GVO-Mais Mon810 enthielt. Dessen Pollen, so auch die Begründung des Gerichts nach der abgewiesenen Anfechtung der Imker gegen diese Entscheidung, seien nicht als Lebensmittel zugelassen, so könne es auch der Honig der sie enthält nicht sein.  Mir ist bis dato nicht bekannt gewesen, daß es eine solche Zulassung in Deutschland überhaupt gibt. Diese müsste logischerweise dann ja alle Blütenpflanzen in Feld, Wald und Gärten umfassen, immerhin könnten ja auch Wild- und Gartenpflanzen für den Menschen potentiell gefährliche Gensequenzen und Proteine enthalten. Da man den Bienen nicht erklären kann, welche Blüten sie anfliegen dürfen und welche nicht, müsste dementsprechend auch jede einzelne Honigpartie nach verbotenen Pollen untersucht werden.  Obwohl das Gericht den Imkern jede Entschädigung für diesen Behördenakt verweigerte, brüsten sie sich damit, die Null-Toleranz bei GVOs auf europäischer Ebene mit durchgesetzt zu haben. Wenn sie diese Forderung mit durchgesetzt haben, müssten sie die entschädigungslose Vernichtung ihres Honigs eigentlich voll und ganz unterstützen…

Nun kommen die Kräuter!

Vorgestern berichtete ich hier über die großen Ankündigungen unseres niedersächsischen Landwirtschaftsministers Christian Meyer, Mais durch Blüh- und Kräutermischungen ersetzen zu wollen und sein fehlendes Engagement, dieses auch auch wirklich umzusetzen.

Siehe Der Minister und der Mais…

Heute kam nun die neue Land und Forst (Nr. 11 2014) ins Haus und siehe da, es hat sich seit letzter Woche etwas bewegt: Kaum waren diese Versäumnisse des Ministers in der Presse publik gemacht worden, kam auch umgehendst die positive Antwort über das Göttinger Landvolk verschiedenen Landwirten nun Blühmischungssaat für zehn Hektar zu organisieren, die nach des Ministers Meinung dem Mais als Energiepflanze ebenbürtig sei.  Wie schnell sich manche Institutionen bewegen können, wenn man sie nicht dauernd unbescholten im Verborgenen walten liese…