Der Wolf und seine Folgen

http://www.az-online.de/altmark/kloetze/das-wollen-nicht-noch-einmal-antun-5248662.html

Die Gegend um das kleine Altmarkstädtchen Klötze ist geprägt von seiner stark hügeligen und dicht bewaldeten Endmoränenlandschaft, in der es durchaus Ecken gibt, die man als unzugänglich bezeichnen könnte. Hier fühlt sich ein neuer, alter Bewohner wohl: der Wolf!
Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt und viele Leute halten sich dort noch selber ein paar Tiere, meistens rein als Hobby, oft mit dem Hintergedanken ihre alten Resthofstellen so abzuweiden. Beides zusammen bildet es jedoch keine gute Kombination, Wölfe und kleine Privattierhaltung.

Klötze liegt keine 40km von mir entfernt und ich kenne die Gegend recht gut. Viele haben dort den angeblich so scheuen Wolf selber schon zu Gesicht bekommen, die Jagdreviere scheinen zunehmend leergefegt und auch eine ganze Reihe von Weidetieren sind ihm schon zum Opfer gefallen, auch wenn von offizieller Seite jeder Fall, der sich nicht hundertprozentig belegen lässt, die Anerkennung verwehrt bleibt.

Der Fall über den die Altmark Zeitung hier berichtet ist ein solcher. Wenn ein kleiner Halter, wie in diesem Fall, nun deswegen seine Haltung aufgibt, mag das ziemlich unbedeutend klingen dennoch findet hier in fundamentaler Wandel statt!

In der heutigen Zeit, wo niemand mehr für seine Ernährung auf seine drei, vier Schafe oder Zieglein angewisen ist, wird kaum jemand hierfür noch die hohen Kosten für eine Wolfsprävention auf sich nehmen. Kleine Privattierhaltungen werden wohl endgültig aus den Dörfern verschwinden, auch wenn die grünen Zeitgenossen in ihr immer das Ideal sehen. Das wird auch nicht ohne Folgen für die professionelle Landwirtschaft bleiben, denn verschwinden die Tierhalter, wird in den Dörfern auch das Verständnis für die Tierhaltung verschwinden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert