Der Greening-Putsch

http://www.agrarheute.com/dbv-bundesrat-legt-flaechen-still-604705

Auf der Bundesratssitzung am 11.04. wurde nichts anderes als ein Greening-Putsch der links-grünen Landwirtschaftsminister unternommen. Viele Landwirte wird esschon aufgeregt haben, daß es zu der Reform der EU-Agrarförderung noch immer viele Unbekannte gab und gibt, insbesondere Details zum sogenannten „Greening“, der Anlage von mindestens vier Prozent ökologischer Vorrangfläche auf den landwirtschaftlichen Betrieben, waren noch zu Haufe offen. Nach der bisherigen Vorstellung auf Bundesebene, sollten hierzu auch Zwischenfrüchte und Leguminosen zählen, welche gleichzeitig auch den Ruf nach mehr einheimischen Eiweißfuttern befriedigt hätte. Grüne „Agrarexperten“ hatten zudem wehement das Verbot von Düngung und Pflanzenschutz gefordert. Gerade diese Diskussion um die Ausgestaltung des Greenings führte dazu, daß Landwirte bisher immer noch auf konkrete Vorgaben warten mussten. Auch den grünen Landwirtschaftsministern auf Landesebene dauerte dies zu lange und schufen im Bundesrat nun Tatsachen, die sich nur noch schwer wieder ausräumen lassen. Düngung und Pflanzenschutz sollen demnach nun definitiv auf Greeningflächen verboten sein, Zwischenfrüchte, wenn überhaupt nur marginal angerechnet werden. De facto wurde damit die Wiedereinführung der alten Pflichtstillegungen beschlossen.

Während auf der Welt fast zwei Milliarden Menschen hungern (Quelle), solen so etwa 400.000 ha Ackerland aus der Produktion genommen werden. Zum Vergleich, dies entspricht etwa 7000 durchschnittlichen Landwirtschaftsbetrieben (Quelle), die durchschnittlich 133 Menschen mit Lebensmitteln versorgen können (Quelle), daß macht fast eine Million Menschen, dessen Lebensgrundlage zukünftig woanders angebaut werden muss, angesichts der hohen Erträge die wir in Deutschland haben, wird man dafür woanders weit mehr als die hier stillgelegten 400.000 ha benötigen! Es gibt aber kaum noch Flächenreserven auf der Welt, so daß dies nichts anderes heißt, daß es zukünftig in Ländern, die keine finanziellen Reserven für Lebensmittel haben, noch mehr Menschen hungern müssen! Was daran umwelt- und klimaschonend sein soll, wie es einige „Umweltverbände“ die Bundesratsentscheidung begrüßend, anführend, bleibt auch unklar. Klar ist nur, daß hier wieder einmal arrogante, kompromisslose Politik gemacht wird, die den Konsens ablehnt und der die Auswirkungen ausserhalb des eigenen kleinen Dunstkreises völlig egal sind!

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