Keine Schweinemast, nirgends!

http://www.nordbayern.de/region/forchheim/kirchehrenbach-keine-schweinemast-nirgends-1.5110978

Bayern gilt als Land, wo sich bäuerliche Strukturen in Deutschland am meistens konserviert haben. Statt Betriebe aufzugeben wurde und wird mit vereinten Familienkräften der Hof halt im Nebenerwerb weitergeführt wenn er zum Leben nicht mehr reichte. Entsprechend sind die Strukturen und Viehbestandszahlen kleiner als in den meisten anderen deutschen Bundesländern. Für all jene die tagtäglich über Agrarindustrie und Massentierhaltung schwadronieren müsste Bayern eigentlich ihr Traumland sein. Doch auch in Bayer ist die reale Wahnsinn unserer Tage angekommen und zeigt auf bedrückende Weise, daß es schon lange nicht mehr um Bestandesgrößen und Co geht, sondern um die Landwirtschaft generell, egal wie groß.

Im fränkischen Kirchehrenbach, in nördlichen Bayern, versucht ein Familie einen Stall für 360 Schweine zu bauen. Wie der Nordbayrische Kurier berichtet wurde dieses Ansinnen vom Gemeinderat des Ortes nun zum wiederholten Male abgelehnt, obwohl die Antragssteller seit dem letzten Entscheid den Kritikpunkten des Bauauschussen entgegengekommen waren. Lediglich 3 Mitglieder aus Reihen der “Jungen Bürger” und “Freien Wählern” des 15 Personen großen Rates gaben ihre Zustimmung. Während sich die CSU zu ihrer Entscheidung bedeckt hielt, sagt die SPD-Fraktion im dem Artikel deutlich worum es ihr geht, der Stall würde nicht ins Ortsbild (der Stall soll auf einem Aussiedlerhof gebaut werden!!!) passen, die Gülle müsste durch den Ort gefahren und am Ende darg natürlich das völlig zusammenhanglose Nitrat auch nicht fehlen. Kurz und knapp, am liebsten hätte man gar keine Landwirtschaft mehr vor Ort, denn die würde nur stören und schade dem Ort.

Kirchehrenbach ist nicht die Welt, und letztlich ist es nur die Entscheidung eines kleinen Gemeinderates, aber dennoch, diese kleine fränkische Gemeinde zeigt wo das politisch-mediale Dauerfeuer gegen die Landwirtschaft hinführt, es ust das Exempel für das, was uns zukünftig alle erwartet und was das Ziel und die Ambitionen derer sind die ständig neue Kampagnen gegen alles landwirtschaftliche stricken. Es geht nicht darum ob jemand 3000, 300 oder dreißig Schweine hält, es geht um die Tierhaltung an sich -ich selbst musste mich auf einer Veranstaltung mit meinen damals dreißig Mutterschafen schon als Massentierhalter bezeichnen lassen-. Es geht nicht darum ob jemand 30 oder 3 Kubikmeter Gülle ausfährt, mit dem Schlagwort “Nitrat” geht es darum Gülle vollständig zu verbannen, usw. Die Debatte geht alle an, auch die viehlosen Betriebe, denn für die Kampagnen sind alle Landwirte gleich böse. Rund eineinhalb Jahre ist es her, daß die Grünen die Landwirtschaft zu ihrem neuen Kernthema auserkoren haben, was damals mit massiver und gut abgestimmter Medienkampagnen pro grüner Journalisten begleitet wurde. Zu Recht wurde das ganze damals nicht nur meinerseits als Kriegserklärung gegen die Landwirtschaft aufgefasst und in diesem Krieg haben die Gegner nun anscheinend erste Geländegewinne verzeichnet, wenn es selbst in Bayern nicht mehr möglich ist einen Stall mit 360 Mastplätzen zu bauen!

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