Welternährung im 21. Jahrhundert: Viel heiße Luft und wenig dahinter

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In diesem Artikel spricht Dr. Wilfried Bommert der modernen landwirtschaft die Fähigkeit ab, die wachsende Weltbevölkerung zukünftig zu Ernähren. Dr. Bommert ist studierter Agrarwissenschaftler und seit über 30 Jahren Journalist beim WDR, was hierbei aber nicht erwähnt wird. In diesem Artikel spricht er stattdessen für das Institut für Welternährung. Wer dabei an ein akademisches Institut einer Universität mit entsprechend wissenschaftlichen Hintergrund denkt, der irrt, denn es handelt sich um einen privaten Verein, von dem unklar bleibt, wer hinter ihm steht.

Zurück zum Inhalt des Artikels, nach Dr. Bommert ist die derzeitige Landwirtschaft mit ihren steigenden Erträgen und ihrer Überproduktion es nicht schaffen würde die Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren. Dabeio erwähnt er nicht, daß die die Haupternährungsprobleme in den Regionen herrschen, in denen es Landwirtschaft nur auf primitivsten Niveau gibt. Woher Dr. Bommert die angeblichen Überproduktionen zaubert lässt er ebenso unerwähnt.

Die steigenden Energiekosten würden die Intensivlandwirtschaft eines Tages unrentabele machen. Bommert blendet dabei vollkommen aus, daß die Lebensmittelpreise annähernd parallel zu den Energiepreisen steigen. Gleichzeitig suggeriert er, daß auch ohne Input dauerhaft die Weltbevölerung ernährt werden könne. Dem Boden wird dabei der Status einer endlichen Ressource aberkannt, denn Bommert behauptet nichts anderes, als daß man ewig ernten könne ohne etwas zu sähen, zu düngen oder ähnliches zu tun. Wenn nach seiner Ansicht nach steigende Erträge nicht die wachsende Weltbevölkerung ernähren können, wie sollen es dann stagnierende oder gar sinkende schaffen. Letztlich widerspricht er scih dabei selbst.

Welches Weltbild dahinter steht, kann man spätestens anhand der Kommentare lesen, so schreibt Wilhelm Herbi unter dem Artikel, daß zwei Milliarden Menschen weltweit genug wären. Wo er die übrigen sechs Milliarden lassen will verrät er nicht, man kann sich aber zusammen mit dem Artikel seinen Teil dabei denken!

 

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