Schlagwort-Archive: Gentechnik

Das Ende der Aufklärung

http://www.laborjournal.de/essays2015/e15_01.lasso

Zur Grünen Gentechnik man stehen wie möchte, wer aber ehrlich ist, muss zugeben, daß das Bild was wir ihr heute gegenüber pflegen das Ergebnis einzigartigen Schmähkampagne ist. Die Debatte ist ein Abbild einer tiefen Fortschrittsfeindlichkeit, die sich vor Genen, Atomen und Pflanzenschutzrückstände im billionstel Nachkommastellenbereich fürchtet und sich lieber wieder ins Mittelalter mit Seuchen, Hungersnöten und giftigem Essen wünscht.

Prof. Ralf Bock Direktor des Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie sieht folglich in diesem Artikel des Laborjournal das Zeitalter der Aufklärung für beendet. Allein seine Fürsprache der Gentechnik gegenüber muss er schon damit verteidigen, daß er im letzten Satz ausdrücklich darauf hinweist in keiner politisch oder wirtschaftlichen Abhängigkeit zu stehen. Manche Landwirte die in den letzten Wochen für den Erhalt des Glyphosats diskutiert haben, mag das bekannt vorkommen, wurde ihnen dabei ständig unterstellt von Monsanto bezahlt zu werden, obwohl die Realität genau das Gegenteil ist!

Krank ohne Glyphosat

Wer die Zeitung aufschlägt oder einen Blick in die sozialen Medien wagt, kommt derzeit an einem Thema kaum herum: Glyphosat. Ein Totalherbizid, daß weltweit das meistgenutzte Pflanzenschutzmittel sein soll und das sich in den vergangenen 40 Jahren zu einem unverzichtbaren Helfer in der Landwirtschaft entwickelt hat. Doch woher der neue Hype? Der Beginn dieser Diskussion lässt sich ziemlich genau datieren: im März diesen Jahres wurde von der Weltgesundheitsorganisation ein neuer Bericht über sichere und mögliche Krebsgefahren bestimmter Stoffe veröffentlicht, die so genannten IARC (International Agency for Research on Cancer) Klassifizierungen. Es ist ein Vorgang der sich alle paar Jahre wiederholt und an sich keine große Aufmerksamkeit erfährt, stellt er doch viele Dinge als hochgradig krebsgefährdent dar, die für uns Alltag sind und die wir niemal mit einer akuten Krebsgefahr in Verbindung bringen würden. So finden sich in der ersten Klasse (definitv krebserregender Stoffe) unter anderem alkoholische Getränke, Sonnenlicht, Sandstaub, Holz- und Lederstaub. Danach folgen die eventuell krebserregenden Stoffe der Klasse 2A, daß heißt nach dem Prinzip des IARC Stoffe, bei denen bisher keine Krebsgefährdung nachgewiesen werden konnte, bei denen es aber auch nicht völlig auszuschließen ist. Zu Ihnen zählen beispielsweise Matetee, Friseurhandwerk, Schichtarbeit und seit neusten eben Glyphosat.

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Neue Landwirtschaftsrevolution nötig

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/lebensmittel-produktion-forscher-warnen-vor-hungersnoeten-a-1018633.html

In diesem Spiegel Online Artikel geht der Autor Markus Becker auf das Problemd er rasant steigenden Weltbevölerung ein und daß es immer schwieriger wird, diese in Zukunft zu ernähren.

Siegeszug gegen den Hunger

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sechs-gruende-warum-der-hunger-auf-der-welt-abnimmt-13205739.html

Eine der vielen falschen Legenden, die rund um die moderen Landwirtschaft gesponnen werden, ist der angeblich zunehmende Hunger in der Welt. Ein einfacher Blick in die Zahlen zeigt aber, daß trotz wachsender Weltbevölkerung die Hungernden in der Welt nicht mitgewachsen sind, der Anteil hungernder und unterernährter Menschen folglich immer kleiner wird. Die Frankfurter Allgemeine hat diesen Fakt aufgegriffen und zeigt an Hand von sechs Aspekten, warum wir diesen Fortschritt unserer modernen Landwirtschaft zu verdanken haben. Leider wird bei den Ausführungen manchmal etwas zu sehr um den heißen Brei herumgeredet und vor allem dem Leser ohne landwirtschaftlichen Hintergrund das Verständniss der Zusammenhänge erschwert. Auch schwingt mal wieder, vermutlich unvermeitlich, ein negativer Unterton bei den Themen Pflanzenschutz und Gentechnik mit, gemäß dem Motto daß diese der Preis für die Bekämpfung des Hungers seine. Dabei sind sie vielmehr wichtige Bausteine auf diesem Weg, die uns zudem eine große Hilfe sind ihn so umweltverträglich und ressourcenschonend wie möglich zu begehen.

 

Kleinbauernwohlstand durch Gentechnik

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gentechnik-eine-ueberraschende-auswertung-von-147-studien-13250070.html

Alle Art der grünen Gentechnik gilt in Deutschland per se als schlecht und böse. Sie würde vor allem Kleinbauern in Entwicklungsländern in Abhängigkeiten und Armut stürzen. Den Beweis blieben diejenigen, die solches gern behaupteten stets schuldig, denn war schon länger unter Agrarökonomen bekannt, daß sich beispielsweise die Einkommen indischer Kleinstbauern durch B.t.-Baumwolle verdoppelt hat. Nun hat sich die FAZ einer der umfassendsten Studiend er Georg-August-Universität Göttingen angenommen, in der die durchweg postiven monetäre, mit Randvermerk auf die ökologischen, Auswirken von GVO-Kulturen weltweit und davon insbesondere in den Entwicklungsländern herausstellt.  Der Artikel der FAZ glänzt zwar nicht gerade durch fachliche Korrektheit, da wird dem B.t. (Bacillus thuringhenis)-Mais einfach eine Herbizidresistenz unterstellt, durch die mehr Glyphosat eingesetzt würde (B.t. ist eine Insektenresistenz und hat mit Glyphosat rein gar nichts zu tun), dennoch ist es erstaunlich und begrüßenswert, daß eine Versachlichung der Diskussion um GVO hier versucht wird.

Gute Gene und böses Bio ?!?

http://m.topagrar.com/news/Home-top-News-Nicht-Gentechnik-sondern-Bio-ist-gefaehrlich_1475682.html

Was jeder seriöse Wissenschaftler weiß, bzw wissen sollte, daß es bisher keinen einzigen dokumentierten Fall von Gesundheitsschäden durch gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel gibt, dafür aber unzählige oftmals epidemische Krankheiten sämtlichster Art durch Keime und Naturgifte verursacht werden, die dank Bioproduktion ein fulminantes Comeback in Europa feiern, legt der Genetiker Prof. Wolfgang Nellen von der Uni Kassel in diesem online Beitrag der TopAgrar dar. Leider trauen sich zu wenige Wissenschaftler und Experten dies heiße Eisen in die Hand zu nehmen.

Gefühlte Mehrheiten am Kühlregal

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/lebensmittelmarkt-kunden-greifen-kaum-zu-gentechnikfreier-milch-13001583.html

Bereits vor ein paar Tagen hatte ich einen Beitrag des Focus- und Welt-Autors Michael Miersch, in dem er das Problem gefühlter Mehrheiten thematisiert (Gefühlte Mehrheiten). Konkret geht es um darum, daß Politik Entscheidungen mit der Begründung fällt, das dies die Mehrheit der Bürger so wolle. Repräsentative Umfragen gibt es dazu meist aber nicht. Gäbe es sie würden sie meist völlig konträr zu den Einschätzungen der Politiker stehen. Wir Landwirte kennen solche „Der Verbraucher wünscht das so“ und „der Bürger will dies nicht länger“ zu genüge, wenn es um unsere Tierhaltung oder Themen wie Pflanzenschutz und Gentechnik geht. Sieht man mal die freie Kaufentscheidung des Verbrauchers als permanente demokratische Entscheidung an, kommt man schnell zu dem gleichen Ergebnis wie Miersch mit seinen gefühlten Mehrheiten.

Die Frankfurter Allgemeine  hat sich in dem obigen Artikel nun mit der grünen Raute auseinandergesetzt, die uns seit geraumer Zeit Gentechnikfreiheit in diversen Lebensmitteln verspricht. Der Artikel deckt auf, daß obwohl dieses Versprechen ehrlich sei, das Siegel trotzdem aber großteils gefloppt ist. Am Kühlregal ist es dem Verbraucher offensichtlich egal ob sein Milchprodukt mit oder ohne Gentechnik hergestellt wurde. Anscheinend ist die Öttinger Brauerei, welche auf Grund generell nicht vorhandener Gentechnik im deutschen Brauprozess wohl das Image ihres Billigbieres wohl etwas aufpolieren wollte die einzige Firma die einen Topseller mit der grünen Raute am Markt hat.

Gene, nein Danke!

http://neue-rheinpresse.de/wirtschaft/gene-nein-danke-gruene-stellen-ersten-komplett-genfreien-mais-vor?fb_action_ids=10201055908680156&fb_action_types=og.likes&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582

Der Postillion ist vielen spätestens seit seiner Radio- und Fernsehpräsenz  vielen als Satire- und Nonsensnachrichtenkanal bekannt. In die gleiche Kerbe schlägt die Neue Rheinpresse. Auf ihrer Seite finden sich dabei unter anderem auch zwei landwirtschaftliche Fakenachrichten, bei denen nicht zu überlesen ist, daß man hierbei mit der veröffentlichten Meinungen zur Landwirtschaft hart ins Gericht geht. So wird neben dem genfreien Mais, den die Grünen entwickelt haben sollen unter anderem auch das widerliche Gesicht der Massengetreidehaltung gezeigt (http://neue-rheinpresse.de/wirtschaft/massengetreidehaltung-das-widerliche-gesicht-der-agrarindustrie?fb_action_ids=10201054136795860&fb_action_types=og.likes&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582).

Diese Artikel stellen noch besser die Unsinnigkeit der Berichterstattung über die Landwirtschaft dar, als der Klasiker dieser Beiträgern aus dem Postillion zum Thema Honig aus Massentierhaltung (http://www.der-postillon.com/2011/07/tierschutzer-fordern-boykott-von-honig.html)

Der gläserne Schlachthof

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/schweine-schlachten-zum-zuschauen-fleischproduktion-in-daenemark-a-965922.html

Über den gläsernen Schlachthof von Danish Crown in Horsens (DK) berichtet hier Der Spiegel. Eines zeigt der Artikel ganz deutlich, die schonungslose Wahrheit bekommt der Öffentlichkeit besser, als unnötiges Verbergen und Beschönigen. Nach den gläsernen Ställen, die es immer häufiger gibt, sollte auch hier in Deutschland nicht der Schritt, der nach der Mast kommt, ausgeblendet werden. Auch die immer wieder kritisierte Totalkennzeichnung von Lebensmitteln die GVO Bestandteile enthalten oder mit Hilfe von Gentechnik produziert wurden, bietet meiner Auffassung nach mehr Chancen als Risiken bei der Akzeptanz durch den Verbraucher.

Wie die Realität an uns vorbeiging..

Der Bereich der Landwirtschaft und der Ernährung ist einer der beliebtesten Betätigungsfelder für Skandalmacher und Berufs-Empörte und gerade für letztere gab es im Februar mal wieder etwas schwerwiegendes zum Aufregen: In Brüssel wurde über die Zulassung der transgenen Maissorte 1507 der Firma Pioneer zum Anbau in der EU beraten, wobei sich Deutschland bei der anschließenden Abstimmung der Stimme enthielt, was viele der oben genannten Kritiker als eine indirekte Zustimmung werten (Quelle). Bereits im November hatte ein anderer dieser sogenannten „Super-Genmaise“ mit dem Namen Smart-Stax die Zulassung für Import und Verarbeitung in die EU bekommen, doch was steckt nun überhaupt hinter dem Begriff „Super-Genmais“?

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