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Auf zum Monopol?

https://www.welt.de/wirtschaft/article181885442/Handel-EU-Unionsabgeordnete-setzen-Edeka-und-Rewe-aufs-Spiel.html

Daß der stark konzentrierte Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland sowohl für die Landwirtschaft, als auch für viele Verarbeiter eine wirtschaftliche Belastung darstellen, ist lange bekannt. Wie man angesichts dessen zu der Idee kommt Einkaufsgemeinschaften innerhalb der EU verbieten zu wollen ist aber mehr als fragwürdig Diese Idee brachte jüngst der CSU Europaabgeordnete Albert Deß ins Europaparlament ein, wie Carsten Dierig auf der Netzseite der Welt berichtet. Damit würden unzählige eigentümergeführte Geschäfte, die in der Edeka aber auch Rewe organisiert sind, politisch platt gemacht werden. Gegen die großen Handelsketten der Albrechts, Schwarz und die Metro-Aktionäre hätten sie das Nachsehen. Eine noch stärkere Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels wäre die Folge und gleichzeitig würde es kleinen Anbietern immer schwerer fallen in dieser genormten Welt ihre Produkte strukturiert loszuwerden. Milchautomaten, heimische Erdbeere und Honiggläser müssten sich dann andere Orte suchen.

Wenn man darauf aus dem Büro des Abgeordneten Deß hört, diese Gemeinschaften meine man ja gar nicht, klingt das so fadenscheinig wie man es sonst nur aus dem origin links-grünen Milieu gewöhnt ist, wenn es Landwirtschaft geht. Dort lautet die Standardantwort auch immer: solche Höfe, wie Deinen meinen wir ja nicht, sondern die anderen. Jene ominösen Industrielandwirtschaften und Massentierhaltung. Ab hält es sie dennoch nicht, auf einen einzudreschen….

Vieles klingt einfacher als es ist

http://m.tagesspiegel.de/wissen/tierschutz-freilandhaltung-stresst-die-huehner/20967836.html

Artgerecht ist nur die Freiheit, so klingt das reißerische Motto von Hilal Sezgin. Daß artgerecht und Freiheit aber auch bis zu 80 % Jungtierverluste, hohen Krankheits- und Parasitendruck heißen und somit eine geringe durchschnittliche Lebenserwartung bedingen, das wird dabei einfach ausgeblendet. Interessant ist doch die Frage, wie würden sich die Tiere selber entscheiden, hätten sie die Wahl. Unsere einst fünf Hofhühner hatten diese Wahl und jedem kann ich immer nur erstaunt darüber berichten, dass sie von Freilauf nicht sehr viel hielten. Stattdessen nutzen sie jede Gelegenheit um in irgendeines der Gebäude zu kommen und dort den ganzen Tag zuzubringen.

Hierzu hat der Tierforscher Prof. Onur Güntürkün nun umfassende Versuche mit Hühnern angestellt. Über dessen erstaunliche Ergebnisse, und die Schlüsse dir daraus zieht, berichtet Der Tagesspiegel in einem Artikel von Dr. Adelheid Müller-Lissner.

200 Sauen=extreme Massentierhaltung?

Auf Facebook: https://www.facebook.com/SpdLippetal/photos/a.147073645451356.33205.147068482118539/300045950154124/?type=1&theater
http://www.spd-lippetal.de/picture/914/432579/index.html
Es ist Wahlkampf und damit wieder die Zeit sich auf seine Lieblingsfeinde einzuschießen. Die SPD versucht sich mal wieder daran die Landwirtschaft zu verunglimpfen. So wirbt der Kreisverband Lippetal im Kommunalwahlkampf damit sich in Hovestadt gegen die geplante „extreme Massentierhaltung“ einzusetzen, beziehungsweise wenn man ihren Slogan „Schwein gehabt? Hovestadt nicht!“ ernst nimmt, gegen jegliche Schweinehaltung vorzugehen. Naja, mag sich mancher denken, ein Ort mehr an dem gegen Massentierhaltung mobil gemacht wird, solange man sich nicht damit beschäftigt, was an diesem eher unbekannten Örtchen in NRW tatsächlich geplant ist: ein 200er Sauenstall! Da man 200 Sauen schlecht als Massentierhaltung verkaufen kann, werden kurzerhand einfach alle möglichen Ferkel dazugerechnet, so daß der SPD Ortsverband auf die gigantische Zahl von mehr als 1000 Schweinen kommt und natürlich wird dabei auch nicht unerwähnt gelassen, daß es bestimmt nicht der letzte Riesenstall ist, der gebaut werden soll.  Naja, wie gut, daß man sich das Fleisch fürs nächste Grillfest aus dem Supermarkt, statt vom bösen Bauern holen kann!